Konjunktur zieht an: Bonn und die Region auf Wachstumskurs | GA-Bonn

Konjunktur zieht an

Bonn und die Region auf Wachstumskurs

Bonn.  Die Wirtschaft in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis hat ihre kurze Schwächephase überwunden und befindet sich wieder auf Wachstumskurs. "Es zeichnet sich ab, dass es im laufenden Jahr wieder zu einer spürbaren Konjunkturbelebung kommt", sagte am Dienstag Wolfgang Grießl, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg bei der Vorstellung der jüngsten Stimmungsumfrage unter den Mitgliedsbetrieben.
IHK-Chef Wolfgang Grießl spricht von einem Konjunktur-Aufschwung.
								Foto: Volker Lannert
IHK-Chef Wolfgang Grießl spricht von einem Konjunktur-Aufschwung. Foto: Volker Lannert

Den Ergebnissen zufolge beurteilen fast 88 Prozent der befragten Unternehmen in der Region ihre Geschäftslage als "gut" oder "befriedigend". Nur gut 15 Prozent erwarten schlechtere Geschäfte. Einzig im Gastgewerbe ist die Stimmung überwiegend gedrückt. Insgesamt sehen sich viele Unternehmen von den steigenden Strompreisen belastet.

Nach Hochrechnungen der IHK ist die Wirtschaft in der Region im vergangenen Jahr um gut ein Prozent gewachsen und damit etwas stärker als im Bundesschnitt (plus 0,8 Prozent); im letzten Quartal war das Wachstum allerdings zum Erliegen gekommen.

Auch bundesweit zeichnet sich eine Konjunkturbelebung ab: Die Zuversicht deutscher Finanzexperten hat laut Mannheimer ZEW-Institut den höchsten Wert seit fast drei Jahren erreicht. Auf ausdrückliche Zustimmung der IHK stößt die Anregung des Bonner Landtagsabgeordneten und Ratsherrn Joachim Stamp (FDP) zu einer engeren Kooperation bis hin zu einer Fusion der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises.

"Ich finde die Idee gut", sagte Grießl. Eine Fusion müsse dabei nicht das vorrangige Ziel sein. "Es wäre schon viel geholfen, wenn wir eine echte auch mit Inhalten gefüllte Kooperation zwischen der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis hätten", sagte der IHK-Präsident. Verkehr, Energie, Schulen oder auch das Standortmarketing seien wichtige Themen. "Beim gemeinsamen Marketing passiert überhaupt nichts mehr", kritisierte Grießl.

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