GA-Serie: Wie läuft es eigentlich mit...?

Wachtberg punktet mit Sport

Manuel Lengrüsser (2vl) und Sohn Leonard (M) mchen mit Jugendlichen im Berkumer Schulzentrum Leichtathletikübungen; der Junge über Hochsprung mit der Stange

Manuel Lengrüsser (2vl) und Sohn Leonard (M) mchen mit Jugendlichen im Berkumer Schulzentrum Leichtathletikübungen; der Junge über Hochsprung mit der Stange

Wachtberg. Thema Freizeit: Für Kinder gibt es viel, ältere Jugendliche zieht es nach Bonn. Ein Lichtstreifen am Horizont: die Premiere des Holi-Color-Festivals.

Kindern und Jugendlichen ein interessantes Freizeitangebot zu bieten, ist angesichts der Vielzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten der heutigen Zeit gar nicht so einfach. Dass der ländliche Raum bei den Angeboten zudem in der Regel dünner aufgestellt ist als die nächstgelegene Stadt, macht die Sache nicht einfacher. Doch in Wachtberg gibt man sich alle Mühe, dieses (Vor-)Urteil zu widerlegen.

Ein Beispiel dafür ist die Sommerferienzeit der Evangelischen Jugend Wachtberg: Vom 24. Juli bis 4. August geht es auf einen Campingplatz nach Kroatien. Die Reise richtet sich an 13- bis 15-Jährige und findet nicht zum ersten Mal statt. „Wir legen den Fokus immer auf das Ausland und haben uns dieses Jahr für Kroatien entschieden“, sagt Jugendleiterin Svenja Schnober. Neben einem kulturellen Programm bleibe den Teilnehmern dabei auch genug Zeit für eigene Aktivitäten.

Die Reise ist nur eines der Freizeitangebote, die Jugendlichen in Wachtberg offenstehen. Häufig werden sie von den sieben existierenden Jugendtreffs in Adendorf, Berkum, Fritzdorf, Niederbachem, Pech, Villip und Werthhoven organisiert. „Wir bieten niederschwellige Angebote, bei denen die Jugendlichen selbst bestimmen, was sie machen wollen“, erklärt Schnober. Neben Kicker, Billard oder Brettspielen gebe es nach Wunsch auch die Möglichkeit, gemeinsam zu kochen und zu backen. Wie stark das Angebot angenommen wird, hänge von der Jahreszeit ab, denn im Winter seien die Jugendtreffs belebter als im Sommer.

Während sich die Jugendtreffs vor allem an die Sieben- bis 15-Jährigen richten, wird die Zahl der Freizeitmöglichkeiten für die älteren Jugendlichen schon weniger. „Für Kinder gibt es viel, für die älteren Jugendlichen sollte es jedoch mehr Angebote geben. Was Events angeht, sieht es auch mau aus“, meint Janina Höhne, Vorsitzende des Wachtberger Jugendrates. Da es in Adendorf das einzige Kino auf Gemeindegebiet gibt und auch die Ausgehmöglichkeiten begrenzt sind, zieht es viele Jugendliche abends nach Bonn oder Köln. Dafür feiert aber eine beliebte Trendparty am 8. Juli ihre Premiere in Wachtberg: Beim Holi-Color-Festival können sich die Besucher nun auch im Drachenfelser Ländchen mit Farbbeuteln bewerfen.

Punkten kann die Gemeinde bei den Sportangeboten. Neben Fußball, Reiten, Badminton oder Schwimmen können die Wachtberger unter anderem in den leichtathletischen Disziplinen aktiv werden. Seit Sommer 2016 existiert der Verein Leichtathletik Wachtberg, in dem inzwischen rund 50 Kinder Sport treiben. „Wir nehmen Kinder ab vier Jahren auf, je nachdem, wie der Entwicklungsstand zu diesem Zeitpunkt ist“, sagt der Vereinsvorsitzende Joachim Manuel Lengrüsser. Um auf richtigen Tartanbahnen trainieren zu können, müssen die Mitglieder aber nach Remagen reisen – denn eine leichtathletische Anlage gibt es in Wachtberg nicht.