Fußball in Wachtberg

Adendorfer eröffnen Kunstrasenplatz

Die Adendorfer und Wormersdorfer Bambini-Mannschaften testen den neuen Kunstrasenplatz.

Die Adendorfer und Wormersdorfer Bambini-Mannschaften testen den neuen Kunstrasenplatz.

Wachtberg. Ursprünglich hatten die Kicker einen Hybridrasen ins Auge gefasst, weil dieser preiswerter ist. Allerdings bedingt er auch höhere Pflegekosten, weswegen die Wahl auf den Kunstrasen fiel. Ein angenehmer Nebeneffekt: Die Nachwuchskicker sehen laut einer Mutter nach den Spielen nicht mehr aus wie kleine Erdferkel.

Von vielen lang ersehnt, zog der Kunstrasenplatz in Adendorf am Wochenende weit mehr als hundert Besucher und aktive Spieler zur offiziellen Eröffnungsfeier an. Bürgermeisterin Renate Offergeld dankte den Aktiven des SV Alemannia Adendorf für ihren Einsatz und wünschte dem Verein allzeit faire Spiele.

„Wer hätte das vor zwei Jahren gedacht?“, fragte der Vorsitzende des Vereins, Hubert Neukirchen, in seiner Ansprache. Ursprünglich nämlich hatte man zwar schon Jahre zuvor den zunehmenden Trend zum Kunstrasenplatz verfolgt. Für einen kleinen Verein wie den Adendorfer hielten viele den Aufwand aber für zu hoch. Vor zwei Jahren änderte man seine Meinung. „Wir hatten zuerst einen Hybridrasen ins Auge gefasst, wegen der geringeren Baukosten“, erinnerte sich Neukirchen. Allerdings wären diesen Kosten im Laufe der Jahre deutlich höhere Pflegekosten gefolgt, weshalb man sich für einen Kunstrasen entschied.

Nachdem die notwendigen Gremien zugestimmt hatten, wurde der Grund für den Bau vorbereitet. Im Sommer 2018 rollten die ersten Laster an. Kurz vor der Winterpause konnten die Adendorfer zum ersten Mal ihren Kunstrasen betreten. „Nur ein Spiel haben wir darauf gespielt“, sagte der Vorsitzende. Dann kam der Winter. Seit dem Frühjahr aber können die Sportler und ihre Gäste die Vorteile des neuen Untergrunds endlich genießen.

Ute Junghanß und Daniela Byhahn sind froh über die Errungenschaft. Ihre Jungs Paul (7) und Lukas (6) spielen in der BambiniMannschaft und mögen den neuen Platz. „Die Kinder spielen ganz anders. Sie haben weniger Angst zu fallen“, findet Byhahn. In dieser Hinsicht waren sich die Mütter einig: Die Verletzungsgefahr ist geringer. „Wenn die Kinder früher hingefallen sind, dann war immer gleich Haut abgeschürft“, berichtete Junghanß. Dass der Nachwuchs nach einem hitzigen Spiel nicht mehr wie ein Erdferkel aussieht, sei ein angenehmer Nebeneffekt, fand eine andere Mutter.

Wie das in natura aussieht, zeigten die Bambini-Mannschaften von Adendorf und Wormersdorf gleich nach dem Anstoß durch die Bürgermeisterin. Mit voller Konzentration auf den Ball eiferten sie ihren großen Vorbildern nach. Je sechs Feldspieler und ein Torwart eiferten hier um Punkte, erfuhr man vom Trainer der Wormersdorfer Mannschaft, Hans Henn. Auch er begrüßte den neuen Platz, denn die eigene Bambini-Mannschaft spiele quasi seit dem ersten Tag auf solchem Untergrund und käme häufiger zu Freundschaftsspielen.

Da man allen Grund zur Freude hatte, hatte der Sportverein gleich für zwei Tage zur Eröffnungsfeier eingeladen. Bei guter Verpflegung mit Kaffee, Kuchen, einem Imbiss- und einem Getränkestand war der Samstag stündlich stattfindenden Jugendspielen mit den Godesbergern, der ISC AlHilal Bonn und der International School Bonn gewidmet. Anschließend kickten Eltern, Trainer und Betreuer der Bambini- und der F-Jugendmannschaft, der E1-Jugend- und der E2-Jugendmannschaft in einem Kurzturnier um die meisten Tore.

Sonntags hielt Diakon Wolfgang Kader vor Ort einen Wortgottesdienst und segnete die neue Sportstätte. „Das alles war nur möglich mit riesengroßer Unterstützung in vielen Bereichen“, erinnerte sich Neukirchen und dankte den Helfern und Sponsoren. Die Vorsitzende des Aktionsbündnisses für den Schutz der Landschaft Ursula Perkams überreichte dem Sportverein ein Samenpäckchen als Ausgleich für den Kunstrasenplatz und als Beitrag für den Naturschutz. Neukirchen versprach, die Saat an einem geeigneten Platz nahe des Kunstrasenplatzes auszusäen. Bürgermeisterin Offergeld spendierte zur Feier des Tages eineinhalb Stunden Live-Musik des Niederbachemer Musikers Christian Meringolo. Zusammen mit dem Rahmenprogramm für die Kinder mit Kinderschminken, Torwandschießen, Hüpfburg und einem Tischkicker war der Boden für die zweitägigen Feierlichkeiten bestens geebnet.