Gas-Verpuffung

Zwei Personen auf Rheinbacher Weihnachtsmarkt verletzt

Rheinbach. Wenige Minuten vor der Eröffnung des dreitägigen Rheinbacher Weihnachtsmarktes kam es am Freitagnachmittag zu einer Verpuffung. Der Betreiber eines Crêpes-Standes aus Euskirchen und seine Mitarbeiterin sind dabei schwer verletzt worden.

Nur Minuten vor der offiziellen Eröffnung des Rheinbacher Weihnachtsmarktes lässt ein ohrenbetäubender Knall die ersten Besucher zusammenfahren. Beim Hantieren mit einer Gasflasche ist es am Freitagnachmittag kurz vor 14 Uhr an einem Crêpes-Stand am Prümer Wall zu einer folgenschweren Verpuffung gekommen: Der 60 Jahre alte Standbetreiber aus Euskirchen-Stotzheim und eine 50 Jahre alte Mitarbeiterin verletzten sich schwer.

Wie Laurenz Kreuser, Wehrleiter der Rheinbacher Feuerwehr, im Gespräch mit dem General-Anzeiger erklärte, musste der 60 Jahre alte Mann wegen der Schwere seiner Verbrennungen an der Haut mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Köln-Merheim geflogen werden. Die 50 Jahre alte Mitarbeiterin kam ebenfalls schwer verletzt ins Krankenhaus.

„Mir war sofort klar, dass dort etwas passiert sein muss“, sagte Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz auf GA-Anfrage. Er hatte ebenfalls den Knall gehört, kurz bevor er den dreitägigen Markt eröffnen wollte. Als Glück im Unglück erwies sich, dass die Rheinbacher Jugendfeuerwehr nur wenige Meter von der Crêpes-Bude entfernt einen eigenen Stand aufgebaut hatte. Betreuer der Jugendfeuerwehr eilten mit Feuerlöschern zum Ort des Geschehens.

Eile war auch geboten: Durch die Verpuffung war die Kleidung der beiden Verletzten in Brand geraten. Die Jugendwehrbetreuer löschten mit den Feuerlöschern die Flammen, leisteten erste Hilfe und alarmierten den Rettungsdiensts der Malteser, die Polizei und die Freiwillige Feuerwehr, die mit mehreren Einsatzwagen anrückte.

Die jüngeren Mitglieder der Jugendwehr unterstützten die erwachsenen Betreuer, indem sie in einiger Entfernung vom Unglücksgeschehen den Rettungsbereich absicherten. „Wenn Gefahr im Verzug ist, dürften die Jüngsten natürlich nicht zu nah heran“, sagte Kreuser, der mit dem Ablauf des Einsatzes sehr zufrieden war: „Es hat alles gut geklappt, besonders auch mit den Anfahrten der großen Einsatzfahrzeuge. Genau solche Notfälle sind der Grund, warum wir auf unserem Weihnachtsmarkt Rettungsgassen und Rettungswege in entsprechender Breite vorsehen“, erklärte der Stadtbrandinspektor. Insgesamt waren mehr als 20 Feuerwehrleute im Einsatz, fünf Polizisten, zwei Notarztteams, zwei Rettungstransportwagen und ein Rettungshubschrauber.

Erst als alle Verletzten versorgt, eine Gasflasche, die nach ersten Erkenntnissen der Ermittler die Verpuffung ausgelöst hatte, gesichert und der Stand abgesperrt war, konnte der Rheinbacher Weihnachtsmarkt beginnen. Noch am Freitagnachmittag übernahm das Amt für Arbeitsschutz der Bezirksregierung seine Ermittlungen, wie es zu der Verpuffung kommen konnte. Die Ursache war gestern noch völlig unklar.

Nach dem Rettungseinsatz kann der Markt fortgesetzt werden

Am Samstag und am Sonntag soll der Weihnachtsmarkt wie geplant weitergehen. An beiden Tagen eröffnet die Budenstadt am Prümer Wall um 11 Uhr, am Sonntag lockt zusätzlich von 13 bis 18 Uhr der verkaufsoffene Sonntag in die Innenstadt Rheinbachs. Ein besonderes Glanzlicht des von Angie und Erich Marshall zusammengestellten Bühnenprogramms verspricht am Samstag, 19.30 Uhr der Auftritt des Rheinbacher Landsturms zu werden. Die für ihre bissigen Satiren und Parodien bekannten Karnevalisten nehmen mit besonderer Freude das Rheinbacher Lokalgeschehen aufs Korn.