Obere Mühle Meckenheim

Viele Ideen für die alte Mühle

Der Förderverein Pro Obere Mühle Meckenheim möchte so schnell wie möglich die Instandsetzung der Maschinen- und Antriebstechnik in der Mühle angehen. Dabei hilft auch der Scheck Raiba. FOTO: AXEL VOGEL

Der Förderverein Pro Obere Mühle Meckenheim möchte so schnell wie möglich die Instandsetzung der Maschinen- und Antriebstechnik in der Mühle angehen. Dabei hilft auch der Scheck Raiba. FOTO: AXEL VOGEL

MECKENHEIM. Der Verein Obere Mühle Meckenheim hat sich um Fördergelder bemüht und erwartet die Bescheide dazu. Wenn klar ist, wie hoch die finanzielle Förderung ausfällt, gehen die Instandsetzungsarbeiten weiter.

Viel vor haben die Aktiven vom Verein Pro Obere Mühle Meckenheim e.V. Nachdem im vergangenen Jahr der Nutzungsvertrag mit der Stadt geschlossen und damit die Grundlage für die Restaurierung der historischen Mühlentechnik und der Instandsetzung des Gebäudeinneren durch den Verein gelegt worden war, habe sich der Vorstand vor allem um Fördergelder bemüht, Gespräche mit der Stadt und den Denkmalbehörden geführt und Anträge bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der NRW-Stiftung gestellt. Das berichtete die Vorsitzende des Fördervereins, Sibylle Freifrau von Nordeck, am Mittwoch beim Ortstermin, zu dem auch zahlreiche weitere Vereinsmitglieder gekommen waren – in ihrer Vereinstracht, der Müllers-kluft. „Sobald Förderbescheide vorliegen, soll mit den Arbeiten begonnen werden. Bis Jahresende wollen wir etwas vorweisen können“, erklärte Pressesprecher Freiherr Hunold von Nordeck.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz habe bereits positiv entschieden, aber noch nicht mitgeteilt, wie hoch die Fördersumme ausfallen wird, sagte Sibylle von Nordeck. Die NRW-Stiftung werde erst im April entscheiden. In beiden Fällen muss der Verein auch einen Eigenanteil zur Restaurierung leisten. Mit Hilfe einer Fachfirma soll vor allem die alte Maschinen- und Antriebstechnik, mit deren Hilfe Mühlenbesuchern der arbeitsreiche Weg vom Korn zum Mehl veranschaulicht werden kann, instand gesetzt werden. Etwa 75 000 Euro sind dafür veranschlagt. Aber auch die Sanierung des Innenraums ist wichtig, um das Vereinsziel, aus der alten Mühle ein Technik-Museum zu machen, realisieren zu können. Vor allem weiteren Feuchtigkeitsschäden gilt es entgegenzuwirken, zum Beispiel durch neue Türen und Fenster. Auch seien für den Museumsbetrieb neue Toilettenanlagen notwendig. Alles zusammen werde schließlich etwa 350 000 Euro kosten, so die Kalkulation der Vereinsmitglieder. Dank einer Großspende stehe dem Verein bereits eine sechsstellige Summe zur Verfügung. Doch über jede weitere Zuwendung sei man froh, erklärte von Nordeck und dankte insbesondere Heinz Brun, Regionalmarktleiter der Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel eG, der die Vereinskasse um 1200 Euro voller machte. Die Summe stamme aus der Aktion „Lichter im Advent“, mit der die Raiffeisenbank Projekte in der Region fördert, erläuterte Brun.

Diese Spende werde voraussichtlich in ein neues Rolltor investiert werden, das zu einem an den Maschinenraum angrenzenden Raum führt, der später eventuell zur Mühlenstube mit Cafébetrieb werden könnte. „Das ist unser Traum“, sagte von Nordeck. Die Arbeiten zur Instandsetzung des Rolltores werden voraussichtlich die Neuen Pfade Rheinbach übernehmen, mit denen der Verein bereits eine gute Zusammenarbeit verbinde.

Noch keine konkreten Pläne gibt es für den Außenbereich rund um die historische Mühle, die einst die Wasserkraft der Swist zum Mahlen nutzte. „Das ist noch Utopia“. Freuen würden sich die zurzeit 64 Vereinsmitglieder besonders auch über weitere Mitstreiter, betonte die Vorsitzende. „Die gemeinsame Arbeit am Projekt macht uns allen viel Spaß“, sagte sie.

Der Förderverein „Pro Obere Mühle Meckenheim“ setzt sich seit dem Jahr 2003 dafür ein, das Technikdenkmal mit Ursprung im Mittelalter der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Mühle war bis 1972 in Betrieb. 1992 wurde die Stadt Meckenheim Eigentümerin des Gebäudes. 2007 bis 2011 nahm sie die Grundsicherung des vom Verfall bedrohten Gebäudes vor.