Ostern ist gesichert

Meckenheimer Kirche Sankt Johannes der Täufer so gut wie saniert

Meckenheim. Die Sicherung und Sanierung der Meckenheimer Kirche Sankt Johannes der Täufer ist fast fertig. Bloß ein paar Pinselstriche fehlen noch - und die Orgel muss gereinigt werden. Doch Ostern kann trotzdem gefeiert werden.

Die Sicherungs- und Sanierungsarbeiten in der Kirche Sankt Johannes der Täufer im Herzen der Meckenheimer Altstadt sind rechtzeitig zum Osterfest so gut wie fertig. Dazu gehören auch Anstricharbeiten im Chorbereich, wie Horst Litzka, geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstands, bei einem Ortstermin in der Kirche erklärte.

Die Apsis habe bereits am Montag neue Farbe bekommen. Der Anstrich der Altarinsel werde allerdings bis nach Ostern dauern, ebenso wie die Generalüberholung und Reinigung der Orgel, was aber die Osterfeierlichkeiten in keiner Weise beeinträchtigen werde, war Litzka sich sicher. Die Kosten für die Maßnahme, an der sich auch das Kölner Erzbistum beteiligte, schätzte er auf insgesamt rund 70.000 Euro.

Bereits seit Anfang vergangener Woche sind die meterhohen Gerüste im Innenraum zwischen Kirchenschiff und Chor abgebaut, so Litzka. Wie berichtet, war ihr Aufbau im Februar notwendig, weil von der Vierung aus in etwa acht Metern Höhe knapp unter dem Dach der Seitenschiffe je 2,50 Meter lange Sicherungsanker ins Mauerwerk gebohrt werden mussten. Genauer gesagt handelte es sich um zwei Anker, die laut des verantwortlichen Bauingenieurs Josef Axer für mehr Sicherheit an der Nahtstelle zwischen den zentralen Bauteilen der Kirche, also zwischen Vierung, Haupt- und Seitenschiffen, sorgen sollen.

Staub in Orgelpfeifen

Hintergrund der Maßnahme: In den 70er waren der alte neugotische Chor und die Seitenchöre abgerissen und durch ein geräumiges Querschiff ersetzt worden. Bei den Arbeiten war damals allerdings an der Übergangsstelle zwischen Kirchenschiff und -chor ungenau gearbeitet worden.

Auch die Orgel, die nach Aussage von Horst Litzka noch 1998 erweitert worden war, bedarf dringend einer Überholung: „Es hat sich beispielsweise viel Staub auf der Orgel und in den Pfeifen abgelagert.“ Soweit man weiß, stammt die Orgel in den Ursprüngen aus dem Jahr 1860 und wurde 1890 durch den bekannten Orgelbauer Johannes Klais erweitert beziehungsweise umgebaut. Die Firma Klais hatte 1950 auch die Beseitigung von Kriegsschäden übernommen.

Nachdem die Kirche 1979 erweitert worden war, hatte Willi Peter eine weitgehend neue Orgel gebaut, der Komplettausbau war 1998 beendet.

Völlig unbeeinträchtigt von den Restarbeiten soll die Kirchengemeinde laut Litzka das Osterfest feiern können. Ein Höhepunkt wird dabei die Osternachtsfeier am Karsamstag, 31. März, ab 21.30 Uhr sein; ebenso wie die Messe am Ostersonntag, 1. April, ab 9.30 Uhr. Die Messe am Ostermontag, 2. April, ab 9.30 Uhr ist nicht nur etwas für Familien mit Kindern, auch werden die Chöre der Pfarreiengemeinschaft mitwirken.