Bildung in Meckenheim

Überdurchschnittliche Qualität an Hauptschule

22 Mal die Bestnote für die Meckenheimer Hauptschule: Schulleiter Peter Hauck zeigt stolz den Qualitätsbericht.

22 Mal die Bestnote für die Meckenheimer Hauptschule: Schulleiter Peter Hauck zeigt stolz den Qualitätsbericht.

Meckenheim. Die Hauptschule Meckenheim schneidet bei einer Analyse im überregionalen Vergleich sehr gut ab. 22 Mal gibt es die Bestnote.

Das Image der Hauptschulen und damit auch die Chancen der Schüler auf dem Arbeitsmarkt könnte besser sein. So sieht es zumindest Schulleiter Peter Hauck von der Geschwister-Scholl-Hauptschule. Dass es auch anders gehen kann, bestätigen nicht nur Schüler, Lehrer und Rektor in Meckenheim, sondern nun auch die Qualitätsanalyse des Landes NRW.

Seit 2006 werden Schulen innerhalb der Analyse in sechs Bereichen anhand eingesandter Unterlagen, aber auch anhand von Vor-Ort-Analysen beurteilt. Dazu gehören Gespräche mit Lehrern, Eltern und Schülern sowie die Beobachtung von Lehre und Struktur durch ein Analyse-Team. Die objektiven Ergebnisse der Schule werden beleuchtet, außerdem das Lernen, Lehren und die Schulkultur. Weiterhin beurteilt man die Führung und das Management der Schule, die Professionalität der Lehrkräfte und Strategien der Qualitätsentwicklung.

Gleich im ersten Teil der Analyse, beurteilte das überprüfende Team die Förderung personaler Kompetenzen wie das Gewinnen von Selbstvertrauen, Toleranz und Konfliktfähigkeit durchgehend mit Bestnoten. Gute Bewertungen erhielten die Kräfte der Meckenheimer Schule zudem bei der Festlegung, Abstimmung und dem kontinuierlichen Aufbau der Unterrichtsinhalte und -ziele. Höchste Bewertungen spiegeln sich weiterhin bei der individuellen Förderung der Schüler, bei der Betreuung und in der Zusammenarbeit mit außerschulischen Beratungsstellen, eigenen Berufsberatungen und der Berufsorientierung wider.

Die Beurteilungssparte Schulkultur befasst sich mit dem respektvollen Umgang untereinander, der Förderung der Schülervertretung und der Elternbeteiligung sowie der Kooperation mit anderen Schulen, pädagogischen Einrichtungen und Partnern in der Region. Hier wie in vielen anderen Bereichen schlug sich deutlich der Erfolg des Projekts MEGA, Meckenheimer Garantie für Ausbildung, und der vom Schulteam getragenen menschlichen Auffassung in besten Beurteilungen nieder. „Wenn ich mit einem Schüler nicht respektvoll umgehe, dann kann ich nicht erwarten, dass er das lernen kann und es auch tut“, erklärt Peter Hauck. Die berufliche Professionalität, gleich ob im Rahmen der Schulführung durch den Schulleiter, des Informationsflusses, der konstruktiven Kommunikation, der Teamarbeit oder der Rückmeldekultur bei Konflikten bezeichnete das Analyseteam als herausragend.

In den letzten Jahren seien von ehemals 22 Hauptschulen im Rhein-Sieg-Kreis 18 Hauptschulen in andere Schulformen gewechselt oder schlicht geschlossen worden, berichtet Peter Hauck. Er habe das mit seiner Schule nicht vor. Hier will man die Kinder und Jugendlichen so weit aufbauen, dass sie nicht nur am Leben teilnehmen können, sondern auch einer Ausbildung und dem späteren Berufsleben gewachsen sind. Im letzten Abschlussjahrgang haben drei Viertel der Schülerinnen und Schüler einen Ausbildungsplatz im dualen System erhalten. Das verbleibende Viertel erhielt fast vollständig Plätze an weiterführenden Schulen. Mit 22 Bestnoten von 40 möglichen Beurteilungsbereichen bestätigt das Ergebnis der Qualitätsanalyse den Erfolg in seiner Beurteilung. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, stellt Hauck fest.