Elbestraße in Bornheim

Neuer Versuch für den Bürgerradweg

In Hersel endet der Radweg entlang der L 300. Seit sechs Jahren hegt die Bornheimer Politik Pläne für einen Ausbau als Bürgerradweg.

In Hersel endet der Radweg entlang der L 300. Seit sechs Jahren hegt die Bornheimer Politik Pläne für einen Ausbau als Bürgerradweg.

BORNHEIM. Der Bornheimer Stadtentwicklungsausschuss beschließt eine verkürzte Variante zwischen Hersel und Widdig. Noch ist aber unklar, wer welche Kosten trägt.

Die Bornheimer Politik will sich nicht von den seit bald sechs Jahren bestehenden Plänen verabschieden, den Bau eines Radwegs entlang der Elbestraße (L 300) in Widdig, Uedorf und Hersel mit Hilfe von Landesmitteln doch noch umsetzen zu können. Der Stadtentwicklungsausschuss hat am Mittwochabend einstimmig bei einer Enthaltung beschlossen, dass die Verwaltung eine verkürzte Variante des sogenannten Bürgerradwegs realisieren soll.

Die CDU hatte den entsprechenden Antrag eingebracht, der vorsieht, das Teilstück zwischen der Richard-Piel-Straße in Hersel und der Germanenstraße in Widdig im Zuge des Projekts „Bürgerradwege“ anzupacken. In diesem realisieren der Landesbetrieb Straßen, Kommunen und engagierte Bürger gemeinsam den Bau von Radwegen mit reduziertem Standard, wenn kurzfristig keine Mittel im normalen Bauprogramm bereitstehen. Die „unverzügliche“ Aufnahme in dieses reguläre Arbeitsprogramm des Landesbetriebs soll die Verwaltung derweil für das Teilstück zwischen der Germanenstraße in Widdig und der Stadtgrenze zu Wesseling erwirken.

Nach dem Vorschlag der Verwaltung hätte Bornheim sich indes komplett vom Projekt Bürgerradweg verabschieden und stattdessen versuchen sollen, den Landesbetrieb zur Aufnahme des ganzen, 2,3 Kilometer langen Abschnitts ins normale Bauprogramm zu bewegen. Damit wäre der Bau allerdings in weite Ferne gerückt.

Kostenanteil der Stadt deutlich höher als gedacht

Grund für die Haltung der Verwaltung war, dass der Kostenanteil der Stadt deutlich höher ausfallen sollte als gedacht: Hieß es zunächst, dass die Stadt nur die Planungskosten von 60.000 Euro tragen würde, rechnete sie zuletzt damit, zusätzlich noch rund 412.000 Euro von den geschätzten 800.000 Euro Baukosten übernehmen zu müssen.

Rüdiger Prinz (CDU) betonte noch einmal die Bedeutung des Radwegebaus für einen Lückenschluss hin zu einer durchgehenden Radverbindung zwischen Köln und Bonn und verwies darauf, dass in Wesseling-Urfeld bereits die Errichtung eines Radwegs entlang der L 300 in Planung sei.

Markus Hochgartz (Grüne) und Frank W. Krüger (SPD) stellten heraus, dass es eine schnelle Verbindung für Radfahrer brauche, während Jörn Freynick (FDP), der sich in der Abstimmung enthielt, der Auffassung war, dass der Weg durch die Ortschaften eine ausreichende Alternative biete.

Uedorfs Ortsvorsteher Bernd Marx (CDU) war wichtig, dass es sich um einen kombinierten Rad- und Gehweg handle, der auch Kindern auf dem Schulweg mehr Sicherheit biete. „Von alleine passiert nichts, wir müssen jetzt dem Land gegenüber dokumentieren, dass wir bereit sind, einen Beitrag zu leisten“, meinte er. Abzuwarten bleibt nun, wie die Finanzierung für die vorgeschlagene Variante konkret aussieht.