Naturschutz

Bornheimer räumen ihre Stadt auf

Bornheim. Vereine, Gruppen, Parteien und Einzelpersonen beteiligen sich an der 47. Umweltsäuberungsaktion - und finden kuriose Dinge.

as Engagement für ein sauberes Bornheim war trotz des schlechten Wetters am Samstag groß. Unter dem Motto „Bornheim putzt sich raus“ hatten im Vorfeld zur 47. Auflage der Umweltsäuberungsaktion mehrere Hundert Helfer in zahlreichen Gruppen zugesagt.

Unter ihnen waren Schulen, Kindergärten, Vereine, Dorfgemeinschaften, politische Parteien, private Gruppen sowie Einzelpersonen, die ihren Beitrag zur Verschönerung von Stadt und Ortsteilen leisten wollten. Ausgestattet mit Müllsäcken, Handschuhen, Greifzangen und wetterfester Kleidung pickten die meisten Helfer bereits am Vormittag alle Arten von Unrat auf, um sie anschließend an vereinbarten Sammelplätzen vom Technischen Hilfswerk abholen zu lassen.

Müll um den Sportplatz herum

Mit dabei war auch eine Abordnung des SSV Bornheim. Die Sportler sammelten Plastikverpackungen, abgelegte Autoreifen, alte Kleider und Fahrradrahmen auf. Zunächst wurden die Wege rund um den vereinseigenen Kunstrasenplatz an der Wallrafstraße von den Hinterlassenschaften des Sturmtiefs „Eberhard“ gesäubert. Dann ging es an die Böschung des Alfterer-Bornheimer Bachs. „Unser Sportplatz entwickelt sich allmählich zu einer wilden Müllkippe“, sagte der Vereinsvorsitzende Claus Böing.

Jede Hand gebraucht wurde auch bei der Sechtemer Jugendfeuerwehr. Mit 14 Jugendlichen war die Nachwuchsabteilung der Löschgruppe gleich in voller Mannschaftsstärke erschienen. Vier Straßen im Sechtemer Gewerbegebiet hatten sie sich für ihren Frühlingsputz vorgenommen. Und die Ausbeute war reichlich.

Eine ganze Kücheneinrichtung

Neben dem üblichen Verpackungsmüll fanden sie eine Dunstabzugshaube, eine Mikrowelle, einen Kühlschrank, einen Fernseher und ein Cerankochfeld. „Ich finde, dass hier mehr Mülleimer aufgestellt werden sollten“, meinte der 14-jährige Simon Adolphs, der mit seinen Kameraden Markus Engel (18) und Gregor Zillikens (14) mit Argusaugen die Seitenränder an den Straßen nach Unrat absuchte.

Seit drei Jahren beteiligt sich die Jugendfeuerwehr an der kommunalen Putzaktion. „Es ist schon fast Tradition“, sagte Jugendwart Florian Ziebarth. Dazu komme, dass die Jugendlichen als Voraussetzung für die Teilnahme an der „Jugendflamme“, einer Prüfung für Jugendfeuerwehren, ein soziales Projekt durchführen müssten, das sie beim Leistungsnachweis im Juni vorstellen könnten. „Ich finde die Aktion sehr gut. Es ist wichtig, etwas für die Umwelt zu tun“, so Ziebarth.

Nächsten Samstag geht es weiter

Angemeldet hatte sich auch die Dorfgemeinschaft Rösberg um ihre Vorsitzende Marita Lang. Mit einer Gruppe fleißiger Unterstützer machte sie sich vom Fürchespfad Richtung Wald auf, während die Rösberger Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr in den Straßen des Dorfes unterwegs war. Neben unzähligen Hundekotbeuteln war auch ein Sack alter Kleidung einfach in der Natur entsorgt worden. Für Löschgruppenleiter Sebastian Mehlitz sah die Bilanz trotz allem positiv aus. „Es war weniger Müll da als im vergangenen Jahr“, erläuterte er.

Organisiert und koordiniert wird die seit 1972 stattfindende Putzaktion vom Bornheimer Umwelt- und Grünflächenamt. Seitdem räumen zum Frühlingsbeginn zwischen Mitte März und Anfang April viele Bornheimer ihre Stadt auf, um ein Zeichen für mehr Sauberkeit in Bornheim zu setzen. Am kommenden Samstag, 23. März, wird die Müllsammelaktion fortgesetzt. Teilnehmer können sich noch bei Manuela Domschat vom städtischen Umwelt- und Grünflächenamt unter 0 22 22/94 53 07 oder per E-Mail an manuela.domschat@stadt-bornheim.de anmelden.