Mertener stellt bei den 27. Kunsttagen aus

Bildwelten in der Abtei Brauweiler

Peter Stock aus Merten vor einem seiner Gemälde. FOTO: PRIVAT

Peter Stock aus Merten vor einem seiner Gemälde. FOTO: PRIVAT

BORNHEIM-MERTEN. Rund 50 Kunstschaffende haben letztes Wochenende anlässlich der 27. Kunsttage Rhein-Erft mehr als 600 Werke in der Abtei Brauweiler ausgestellt. Die von Landrat Michael Kreuzberg eröffnete Veranstaltung wurde nach Auskunft von Engelbert Schmitz, dem Leiter des Kulturreferates des Rhein-Erft-Kreises, an beiden Besuchertagen von rund 10 000 Kunstinteressierten besucht.

Der Mertener Maler Peter Stock war einer der Künstler, der in der Abtei einige seiner Werke zeigen konnte. Stocks ausgestellte Bilder sind dem Surrealismus zuzuordnen, dem Oberbegriff für diese Kunstrichtung. Hier werden die Ideen niemals begrifflich fixiert oder direkt ausgedrückt.

Nicht die Wirklichkeit ist das Ziel, sondern die Erschaffung einer eigenen Welt. Vermeintliche Gegebenheiten, Eindeutigkeiten oder das Sichtbare werden unterwandert. "Die von Stock in den Bildern dargestellten, in der Realität oft vorhandenen Gegenstände können eine symbolische Bedeutung haben oder sogar für Seelenzustände stehen", erklärte Engelbert Schmitz den Besuchern bei einer Führung durch die Ausstellung. Es bleibt bewusst alles rätselhaft. Man kann die Dinge zwar eindeutig einordnen - aber oft entstehen neue Fragen.

Die klassische Wiedergabe der Wirklichkeit ist mit dem Surrealismus unvereinbar. Dementsprechend war auch die Reaktion der interessierten Besucher, die durch viele Gespräche während der Ausstellung die faszinierenden individuellen Bildwelten ergründen wollten. "Eine gelungene Veranstaltung" fand Peter Stock und genoss in einer der wenigen Pausen den unvergleichlichen Anblick der Abtei in der Abenddämmerung.