Fabian Schiller

Troisdorfer fährt bei 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit

Beim Qualifikationsrennen im April: Fabian Schiller im Walkenhorst BMW M6 GT3.

Beim Qualifikationsrennen im April: Fabian Schiller im Walkenhorst BMW M6 GT3.

Nürburgring. Wie der Troisdorfer Fabian Schiller zu einem Platz beim 24-Stunden-Rennen kam erzählt er hier. Für die 46. Auflage des Nürburgring-Klassikers sind mehr als 150 Fahrzeuge gemeldet.

Am Wochenende findet die 46. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring statt. Der Eifelklassiker gilt als das größte Autorennen der Welt. Mehr als 150 Fahrzeuge sind für das Hauptrennen (Samstag, ab 15.30 Uhr) gemeldet. Mit dabei: Fabian Schiller aus Troisdorf.

Der gebürtige Bonner stieß im Vorfeld des 24-Stunden-Quali-Rennens im April kurzfristig zum Team Walkenhorst. „Ich habe am Donnerstag in die Starterliste geguckt, gesehen, dass auf einem BMW M6 GT3 nur drei Fahrer gemeldet waren und gefragt, ob ich mitfahren darf. Wir sind uns dann schnell einig geworden“, erzählte Schiller damals. Jetzt wird er sich das Cockpit erneut mit dem DTM-Piloten Augusto Farfus sowie Markus Paltala und Christian Krognes teilen.

Die Generalprobe verlief durchwachsen. Das Quartett war von der Geschwindigkeit her auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. In der Schlussphase schied Mitstreiter Markus Paltala jedoch durch einen Unfall aus. Dennoch ist Schiller optimistisch: „Augusto hat hier schon einmal gewonnen. Und ich verlasse mein Zuhause ja nicht, um nur dabei zu sein. Ich glaube, wir fahren ganz vorne rein.“ Die Nordschleife kennt der 20-Jährige aus dem Effeff. Vater Hardy fuhr 30 Jahre lang selbst Rennen, Filius Fabian begleitete ihn oft. Später kamen Rennen am Simulator hinzu. Seit einigen Jahren startet er auch in der VLN, oft im Getspeed-Team des Bonners Adam Osieka.

Während mit Farfus nur ein aktueller DTM-Pilot aus dem BMW-Kader beim 24-Stunden-Rennen antritt, veranstaltet die DTM-Abteilung von Audi eine Art Betriebsausflug in die Eifel. Mit René Rast, Mike Rockenfeller, Nico Müller und Robin Frjins stehen zwei Drittel des DTM-Fahrerkaders am Start. Mit Ausnahme von Frjins haben alle Piloten schon einmal ganz oben auf dem Siegerpodest gestanden.

Bei Mercedes greifen mit Daniel Juncadella und Edoardo Mortara immerhin noch zwei DTM-Fahrer beim Langstreckenklassiker ins Lenkrad. Manch einer startet auch auf zwei Fahrzeugen, so der aus Burgbrohl stammende Pierre Kaffer. Er pilotiert gemeinsam mit Marcel Fässler, Christer Jöns und Stefan Mücke einen Audi R8 LMS des Mücke-Teams sowie mit Adrien de Leener und Simon Trummer ein Podon des Teams Car Collection.

Auch aus der Region sind zahlreiche Piloten dabei. Aus Bonn etwa Thomas Hetzer auf einem BMW M4 GT4 sowie Tobias Jung und Markus Weinstock auf zwei Opel Calibra. Jung teilt sich wie bereits bei einigen VLN-Läufen das Cockpit mit Carlos Tavares, der den Automobilkonzern PSA führt, zu dem Peugeot und Opel gehören.

Der erste Start erfolgt an diesem Donnerstag um 8 Uhr.