Solidarität

Welle der Hilfsbereitschaft nach Großbrand in Siegburg reißt nicht ab

Immer mehr Spenden laufen bei der Kurdischen Gemeinschaft in Siegburg ein.

Immer mehr Spenden laufen bei der Kurdischen Gemeinschaft in Siegburg ein.

Siegburg. Zwei Tage nach dem verheerenden Brand hat die Stadt Siegburg 50 Wohnangebote für Betroffene erhalten und verbucht bereits 14.000 Euro auf dem Spendenkonto.

Großen Zulauf verzeichnete nach den Worten von Ilkay Yilmaz die von der Kurdischen Gemeinschaft spontan eingerichtete Kleiderstube. Bis in den Mittwochabend hinein hätten hilfsbereite Bürger Sachspenden vorbeigebracht, die dann vom Flüchtlingsnetzwerk Lohmar abgeholt worden seien. Donnerstagmorgen ging es weiter. Neben Kleidung stapelten sich aber auch Kleinmöbel, Elektrogeräte, Geschirr und Spielzeug in den Räumlichkeiten der Gemeinschaft. "Da der Bedarf aber noch nicht exakt festgestellt ist, haben wir uns entschlossen, erst einmal nur noch Kleidung anzunehmen", so Yilmaz. Das habe man auch in einem persönlichen Telefonat mit Bürgermeister Franz Huhn am Donnerstagmorgen so abgesprochen. Über diesen Annahmestopp und die Einrichtung eines Spendenkontos der Stadt informiert die Kurdische Gemeinschaft seit gestern auch auf ihrer Homepage.

Insgesamt fünf Busladungen voller Kleidung hat das Flüchtlingsnetzwerk Lohmar seit Mittwoch an seinen bekannten Sammelstellen abgeholt. "Und das ohne irgendeinen Spendenaufruf", so Manu Gardeweg vom Flüchtlingsnetzwerk, die das Ganze Koordiniert. "Mit 25 Leuten sind wir in der Lohmarer Halle dabei, alles zu sortieren", berichtete sie dem General-Anzeiger am Donnerstagmittag. Auch Besteck und Geschirr nehme man mittlerweile an, denn "das wird schon sehr bald gebraucht", ist Gardeweg sicher. Von den Betroffenen des verheerenden Feuers sei allerdings noch niemand gekommen, um aus dem Lagerbestand etwas auszusuchen, erklärte sie.

Auch am Bürgertelefon der Stadt Siegburg sei die Welle der Hilfsangebote bis zum Donnerstagnachmittag nicht verebbt. Unter anderem nahmen Mitarbeiter der Stadt 50 Wohnangebote für eine Unterbringung der Betroffenen bei der Stadt an. Bis zum Nachmittag seien rund 14 000 Euro an Geldspenden auf dem Konto der Stadt eingegangen.

Abgabe von Spenden ist möglich am Samstag, 11. August, zwischen 12 und 17 Uhr in der ehemaligen Schule am Haufeld 22. Geldspenden bitte an: Stadtkasse Siegburg, IBAN DE03 3705 0299 0001 0059 58, Verwendungszweck ist "10043343 Spende Großbrand Siegburg".