Kommentar zum Goldberg-Areal in Siegburg

Verkauf ist gut für die Innenstadt

Das Modeunternehmen P & C hat das leerstehende Areal in der Siegburger Innenstadt an einen Investor verkauft.

Das Modeunternehmen P & C hat das leerstehende Areal in der Siegburger Innenstadt an einen Investor verkauft.

Siegburg. Ein Neubau soll den Leerstand an der Kaiserstraße beenden. Das Modehaus P & C kommt nicht nach Siegburg. Der Verkauf ist gut für die Innenstadt, findet GA-Redakteurin Bettina Köhl.

Leerstand ist Gift für jede Innenstadt. Wenn es sich nicht um einzelne Läden handelt, sondern um ein ganzes Areal, gilt das umso mehr. Insofern ist es eine gute Nachricht, dass endlich Bewegung in die Neugestaltung des ehemaligen Goldberg-Grundstücks zu kommen scheint.

Dass das Modeunternehmen Peek & Cloppenburg selbst nicht mehr nach Siegburg ziehen will, ist schade. Für die Attraktivität der Innenstadt ist aber ohnehin die Vielfalt von Angeboten wichtig, die sich in einem Neubau sicher realisieren ließe.

Jetzt ist zu hoffen, dass auf die Unterzeichnung des Notarvertrags schnell konkrete Pläne folgen. Nach der langen Hängepartie haben sicher nicht nur die Geschäftsleute aus der Nachbarschaft ein großes Interesse daran, wie die Neugestaltung des Goldberg-Areals konkret aussehen soll. Gute Planung ist erforderlich, damit die Baustelle nicht zu einer neuen Belastung für Händler, Kunden und Anwohner wird.

Ein Knackpunkt sind dabei die Parkplätze. Wer nicht ortskundig ist, kann sich im Siegburger Parkleitsystem ohnehin leicht verirren und ungeplant den Michaelsberg umrunden, statt zum Beispiel auf kürzestem Weg zur Marktgarage zu gelangen.

Dass die Stadt Siegburg bereits die Umwandlung des letzten Stücks der Kaiserstraße zur Fußgängerzone und eine neue Zufahrt zum Allianzparkplatz plant, ist sinnvoll. Letztlich wird es darauf ankommen, die Bauarbeiten in der Innenstadt gut zu koordinieren, damit auf jahrelangen Leerstand nicht Baustellenchaos folgt.