Kommentar zu Kooperationen beim Ordnungsdienst

Sinnvoller Schritt

Thomas Stuckstette (links) und Jens Westphal sorgen in Hennef bei ihrer Streife für Ordnung.

Thomas Stuckstette (links) und Jens Westphal sorgen in Hennef bei ihrer Streife für Ordnung.

Rhein-Sieg-Kreis. Die Stadt Sankt Augustin möchte beim kommunalen Ordnungsdienst mit den Kommunen Lohmar, Eitorf, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth und Windeck kooperieren. Angesichts knapper Kassen eine gute Idee.

Die Zahl ihrer Aufgaben wächst, das Geld bleibt in den Kommunen aber knapp. Da ist es eine gute Idee der Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet der Kreispolizei Rhein-Sieg, beim Ordnungsaußendienst auf Zusammenarbeit zu setzen. So wird es am Ende für die Kommunen deutlich günstiger. Das spielt gerade in Zeiten klammer Kassen eine wesentliche Rolle.

Und davon können wohl die meisten Städte und Gemeinden im Kreis ein Lied singen. Die Kosten dürften also eine treibende Kraft hinter den Gemeinschaftsprojekten sein. Ob sich die Kooperationen bewähren, kann tatsächlich nur die Praxis zeigen – vor allem beim großen Zusammenschluss der Städte Sankt Augustin und Lohmar mit den fünf Gemeinden im Rechtsrheinischen. Denn: Das Gebiet, das die Mitarbeiter abdecken werden, ist riesig. Das ist von Lohmar nach Sankt Augustin noch gut machbar. Bis nach Windeck sieht es mit der Fahrtzeit aber schon anders aus.

Deshalb ist eine Evaluation zum Ende der zwei Jahre absolut sinnvoll. Dabei wird es dann um Fragen gehen wie: Wird jede Kommune ausreichend bedacht? Reicht ein Wagen aus, um das gesamte Gebiet zu betrachten? Oder muss die Polizei im Endeffekt doch viele der Einsätze übernehmen, weil die Mitarbeiter des Ordnungsamtes bereits gebunden sind? Ein erster guter Schritt ist die interkommunale Zusammenarbeit aber auf jeden Fall.