"Willkommen Mensch"

Kulturaktionen für Solidarität und Einheit

Buntes Bild: Schülerinnen der Schauspielschule zeigen eine Tanzperformance an der Stadtbahnlinie 66 in Siegburg.

Buntes Bild: Schülerinnen der Schauspielschule zeigen eine Tanzperformance an der Stadtbahnlinie 66 in Siegburg.

Siegburg. Tanzperformance eröffnet in Siegburg das Programm "Fluchtpunkt" des Kulturprojekts "angekommen?"

"Wir sollten hier und jetzt damit beginnen, Geschichte zu schreiben. Und diese Geschichte heißt: Willkommen Mensch".

Mit diesen Worten und dem Appell zu Solidarität, Einheit und Harmonie zwischen allen Völkern der Erde gab Maike Mielewski von der Studiobühne gestern Mittag den Startschuss zu einer von ihr geleiteten Tanzperformance mit Schülern der Schauspielschule Siegburg, des  "Theater Tollhaus" und des Allee-Gymnasiums am Bahnsteig der Linie 66, die Passanten zu einer Willkommensparty einluden.

Die Performance unter dem Titel "Fluchtpunkt" war der Auftakt zum gleichnamigen Programm des Kulturprojekts "angekommen?", das sich mit Flucht und Integration beschäftigt, 2015 aufgelegt wurde und mit dem in diesem Jahr der Fachbereich Theater und Kulturprojekte der Stadtbetriebe die Bonner Künstlerin Marguerite Apostolidis beauftragt hat.

2018 stehen die am Integrationsprozess der letzten drei Jahre unmittelbar Beteiligten sowie Jugendliche als Akteure im Mittelpunkt. Im Ausstellungsraum im Bahnhof wurde anschließend ein Projekt des Vereins "facettenreich" in Kooperation mit Oberstufenschülerinnen am Gymnasium Alleestraße unter dem Titel "Auf der Flucht", eröffnet.

Ihre Installation zeigt im Hinblick auf die Ereignisse des Jahres 2015 eine Sammlung mit dem, was fiktive Personen auf der Flucht bei sich tragen. Bei einer satirischen Theaterperformance des "Ensembles Vielfach" von "facettenreich" werden Menschen im Juni vor dem Museum am Markt mit "deutschen Werten" konfrontiert.

Weitere Programmpunkte sind eine Ausstellung mit den kreativen Ergebnissen eines Kunstangebots in der Erstunterkunft am Siegdamm, eine Performance unter dem Titel "Warten auf Go.dot", die das für Flüchtlinge zentrale Thema des Wartens aufgreift, eine Gemeinschaftsausstellung des Fotografen Sofian Bardel und des Karikaturisten Abdalhalim Ibrahim sowie zum Abschluss ein "Poetry Slam Spezial" Im Stadtmuseum.