Katholisch-Soziales Institut

Kanzlerin läutet Festwochenende ein

Pater Rockson (von links), Renate Goretzki, Ralph Bergold, Dominik Meiering und Roberto Rosso vor dem KSI auf dem Michaelsberg.

Pater Rockson (von links), Renate Goretzki, Ralph Bergold, Dominik Meiering und Roberto Rosso vor dem KSI auf dem Michaelsberg.

Siegburg. Nach 65 Jahren in Bad Honnef feiert das Katholisch-Soziale Institut (KSI) vom 4. bis 7. Mai die Eröffnung seines neuen Standortes auf dem Siegburger Michaelsberg. Zum Start kommt Angela Merkel.

65 Jahre hatte das Katholisch-Soziale Institut (KSI) seinen Sitz in Bad Honnef – jetzt bricht eine neue Zeit an: Von Donnerstag, 4. bis Sonntag, 7. Mai, steht die Eröffnung der Einrichtung an seinem neuen Ort auf dem Michaelsberg in Siegburg an. Am Freitag verrieten Generalvikar Dominik Meiering, der Vorsitzende des Kuratoriums des KSI, Ralph Bergold, der Direktor des KSI, Roberto Rosso, Geschäftsführerin des KSI Renate Goretzki aus dem Programmbereich Kunst und Kultur des KSI sowie Pater Rockson von den Unbeschuhten Karmeliten, wie am langen Festwochenende gefeiert werden soll.

Wie berichtet, zog das KSI mit seinen rund 75 Mitarbeitern Mitte Februar auf den Michaelsberg in die ehemalige Benediktinerabtei. Seit 2014 wurde das über 950 Jahre alte Kloster dafür umgebaut und erweitert. 121 Zimmer bieten in der ehemaligen Abtei nun Platz für maximal 176 Tagungsgäste. Zudem wurde ein Anbau errichtet. In ihm haben allein im Europaforum – dem größten Tagungssaal des Neubaus – 200 Gäste Platz. Die Arbeiten ließ sich das Kölner Erzbistum rund 47 Millionen Euro kosten. „Wir sind überzeugt, dass wir mit dem KSI den Standort Michaelsberg aufgewertet und ihm eine Zukunft gegeben haben“, sagte der sichtlich zufriedene Meiering.

Um die neuen Räumlichkeiten feierlich zu eröffnen, haben sich Meiering und seine Mitstreiter ein vielfältiges Programm einfallen lassen. „Ich denke, wir haben guten Grund zu feiern. Fünf Jahre Planung, Bau und Umbau kommen zu einem Abschluss“, sagte er. Die Feierlichkeiten beginnen am Donnerstag, 4. Mai, mit einem Festakt für geladene Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft.

Neben Rainer Maria Kardinal Woelki wird dann auch Bundeskanzlerin Angela Merkel Gast im KSI sein. „Ich freue mich über die Wertschätzung, die uns die Politik dadurch entgegenbringt“, so Meiering, der hinzufügte, dass die Bevölkerung Merkel auch aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sehen wird. Nachdem am Freitag ein Empfang für am Bau Beteiligte steigt, findet am Samstag ein Symposium mit dem Thema „Fragen der Gerechtigkeit“ statt. „Wir erwarten dazu rund 250 Personen“, sagte Bergold. Anmeldungen seien noch möglich. Informationen dazu finden Interessierte auf der Homepage des KSI.

Ihren Höhepunkt finden die Feierlichkeiten am Sonntag, 7. Mai. „Wir möchten alle Menschen einladen und richten uns mit unserem kulturellen Programm an die gesamte Bevölkerung“, sagte Goretzki. Der Tag beginnt mit einem großen Festgottesdienst auf dem Siegburger Marktplatz mit Rainer Maria Kardinal Woelki und bietet in der Folge im KSI bis in die frühen Abendstunden ein buntes Programm – darunter Chorauftritte, Kirchenführungen und Gesprächsangebote über den Umbau der Abtei.

Die kleinen Gäste können unter anderem in einem der Seminarräume mit Magier Donatus Weinert zaubern. Für kulinarische Leckerbissen wird gesorgt sein: „Wir werden ein breites gastronomisches Angebot haben und versuchen, eine Menge zu zaubern“, sagte Roberto Rosso. Die Unbeschuhten Karmeliten bieten neben einer Ausstellung über ihre Geschichte einen Imbiss an. Besonders freuen sich die Veranstalter – die laut Meiering von einer „vollen Hütte“ ausgehen – aber auf eine Lichtprojektion der Künstler Katarina Veldhues und Gottfried Schumacher. Sie werden von Freitag bis Sonntag abends die alte Abtei und ihren Neubau „mit monumentaler Kraft so verändern, als ob sie schweben“, so Goretzki.

Nach der langen Bauzeit auf dem Michaelsberg ist davon auszugehen, dass es am Sonntag viele Menschen zum KSI ziehen wird. Die Veranstalter weisen deshalb daraufhin, dass es an dem Tag zu längeren Wartezeiten kommen kann. Zudem stehen auf dem Michaelsberg keine Parkplätze zur Verfügung, und die Bergstraße ist nicht befahrbar. Parken können Besucher unter anderem auf dem Parkplatz „Neuenhof“. Dort wird auch Personal zur Unterstützung von in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen vor Ort sein.

Weitere Informationen rund um die Feierlichkeiten und das Programm finden Sie auf www.ksi.de