Benefizveranstaltung

Großer Andrang bei Suppensause in Siegburg

Der internationale Kochtreff der evangelischen Kirche in Sankt Augustin-Mülldorf und Niederpleis reicht bei der Suppensause in Siegburg eine spanische Spinatsuppe.

Der internationale Kochtreff der evangelischen Kirche in Sankt Augustin-Mülldorf und Niederpleis reicht bei der Suppensause in Siegburg eine spanische Spinatsuppe.

Siegburg. Von der Endiviensalatsuppe bis zur spanischen Spinatsuppe: 38 Teams haben am Sonntag bei der Siegburger Suppensause ihre Kreationen serviert. Der Besucherandrang bei der Benefizveranstaltung war groß.

Manchmal muss man sprichwörtlich allein „die Suppe auslöffeln“, ehe man irgendwann einmal „den Löffel abgibt“. Nicht so bei der Siegburger Suppensause, bei der am Sonntag im S-Carré Sprichwörter zum kulinarischen Kulturgut der deutschen Suppenlandschaft ebenso mit Begeisterung aufgetischt wurden wie mehr als 38 frisch gekochte Suppen. Und das alles für kleines Geld und einen großen guten Zweck, wie die Siegburger Immobilienunternehmerin und Initiatorin der Suppensause, Sandra Owoc, bei der Begrüßung erklärte. „Jeder Cent kommt an, wir machen keine Abzüge. Daher zahlen die Teilnehmer Startgelder für ihre Stände, um die Kosten der Veranstaltung zu tragen. Damit die Einnahmen zu hundert Prozent dort ankommen, wo sie gebraucht werden.“

Das war in diesem Jahr die Organisation „Hilfe für Nick & Co – Helfende Hände Oberberg“ der Ursula-Barth-Stiftung in Waldbröl. Ein Hilfsprojekt, das lebensbedrohlich erkrankten Kindern und deren Familien mit Rat und Tat zur Seite steht, wie die Vorsitzende Bettina Kühn berichtete. „Wir erfüllen Wünsche in den Familien, fangen finanzielle Engpässe auf, helfen bei Anträgen und beraten die Familien in ihrer schwierigen Situation“, so Kühn. Eine schwere und zugleich wichtige Arbeit, für die man allesamt an einem Strang ziehe, dankte Bürgermeister Franz Huhn den Teilnehmern.

„Manche haben gesagt, es gäbe vielleicht Hühnersuppe bei der SPD oder sie würden jetzt Hühnerfrikassee aus mir machen. Aber heute gibt es hier keine Konkurrenz, sondern ein starkes Miteinander für eine gute Sache“, unterstrich Huhn. Er zeigte sich begeistert von der kulinarischen Vielfalt, aber auch von der wachsenden Zahl der teilnehmenden Teams. „Wir haben mit 22 Suppen angefangen. Jetzt haben wir uns auf 38 Suppen fast verdoppelt“, sagte Sandra Owoc und zeigte auf die Stände. „Ich habe nur angerufen und gefragt, ob die Teams grundsätzlich mitmachen wollen und habe nur Zusagen erhalten.“

Jedes Team brachte mindestens zehn Liter Suppe mit, die dann in kleinen Einwegschälchen serviert wurden. Den zu erwartenden Müllberg kritisierten einige der Besucher, wobei dies aus hygienischen Gründen notwendig war und die Löffel von vielen Gästen wiederverwendet wurden. Für umgerechnet einen Euro je Probierportion aus der großen Suppenkelle konnten die Gäste sich durch die gesammelte Vielfalt probieren. Und die reichte von der Kartoffelsuppe mit Nordseekrabben über Variationen an Gulasch- und Tomatensuppen bis zur orientalischen Gemüsesuppe. Ohne Scheu wurden auch ausgefallene Kreationen wie die Miso-Rahmsuppe mit Lachs-Sashimi, eine Endiviensalatsuppe, „Omas Pizzasuppe“ oder die spanische Spinatsuppe probiert. Dabei war der Andrang an allen Ständen groß, gerade im engen Sion-Restaurant mitunter zu groß. Für jene, die nicht alle 38 Suppen am Stück probieren konnten, hatten die Organisatoren dank Sponsoren und Partner erneut alle Rezepte der Suppensause in einem 108 Seiten starken Rezeptband verpackt, der auch im Nachgang der Veranstaltung über das Internet sowie bei Partnern der Suppensause erhältlich sein wird.