Flugplatz Hangelar

Streit um defektes Lasermess-Fernglas dauert an

SANKT AUGUSTIN. Der Streit um das nicht funktionierende Lasermess-Fernglas am Flugplatz Hangelar zwischen der Flugplatzgesellschaft und dem Hersteller dauert an. Noch immer konnten sich die beiden Parteien nicht auf eine Lösung verständigen.

Die Flugplatzgesellschaft hatte das 20.000 Euro teure Gerät angeschafft, um per GPS und Fernglas freiwillig das Einhalten der Platzrunde zu kontrollieren. Das Gerät lieferte allerdings falsche Ergebnisse. "Wir haben Regressansprüche gestellt, aber das gestaltet sich schwierig", sagte Walter Wiehlpütz, einer der Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft am Donnerstagabend in der Sitzung des Lärmschutzbeirates.

"Der Hersteller will nicht nachbessern." Man sei noch in der Anhörungsfrist. Kritik an Wiehlpütz äußerte Beiratsmitglied Reinhold Nitka von der Bundesvereinigung gegen Fluglärm: "Wenn man das will, ist es möglich, solche Messungen zu machen. Ich glaube Ihnen kein Wort", warf Nitka den Verantwortlichen "Unfähigkeit" vor. Beschlossen wurde allerdings, dass die Messungen weitergeführt werden, sollte das Gerät wieder einsatzbereit sein.

Ebenfalls fasste der Beirat mehrheitlich den Beschluss, dass die Flugplatzgesellschaft eine detaillierte Statistik vorlegt, aus der unter anderem hervorgeht, wie viele Flugbewegungen gerade an den Wochenenden und Feiertagen am Flugplatz stattfinden. Eine von den Lärmgegnern geforderte Deckelung der Starts ist offenbar nicht möglich.

"Wir sind verpflichtet, für alle Flieger offen zu sein und sind ein unkontrollierter Platz. Deshalb haben wir im Tower keinen Lotsen, der Starts zulassen und begrenzen darf", sagte Flugplatz-Betriebsleiter Jürgen Unterberg. Dazu müssten gesetzliche Grundlagen geändert werden.