Kinderbetreuung

Stadt Sankt Augustin plant größeren Neubau für die Kita Rasselbande

Neben der Kita an der Friedrichstraße in Hangelar könnte eine zweite Einrichtung entstehen.

Neben der Kita an der Friedrichstraße in Hangelar könnte eine zweite Einrichtung entstehen.

Sankt Augustin. Die Kinderzahl steigt in der Stadt stetig an und damit auch der Bedarf an Kitaplätzen. Die Mülldorfer Einrichtung soll von fünf auf acht Gruppen erweitert werden. Eine weitere Tagesstätte könnte in Hangelar entstehen.

In Hangelar und Mülldorf sollen künftig mehr Mädchen und Jungen betreut werden. Die Stadt möchte dort weitere Kitagruppen einrichten. Mit ihren Vorschlägen stieß sie im Unterausschuss Tagesbetreuung für Kinder am Dienstag auf breite Zustimmung. Wie berichtet, stand dort die künftige Ausbauplanung auf der Tagesordnung. Die zeigt: Die Kinderzahl steigt in der Stadt stetig an und damit auch der Bedarf an Kitaplätzen. Inzwischen geht die Verwaltung davon aus, dass in Zukunft 129 Gruppen im gesamten Stadtgebiet erforderlich sind. Bislang hatte sie den Bedarf auf 115,5 Gruppen festgesetzt. Schon jetzt kann die Stadt nicht alle Mädchen und Jungen unterbringen.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, diese Plätze umzusetzen“, sagte Sandra Clauß, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend, Schule. Viele Projekte seien bereits angeschoben, einige umgesetzt. „Aber es ist immer die Frage, ob die Plätze nachher ausreichen – obwohl so viele Projekte laufen.“ Deshalb möchte die Verwaltung schnell weitere Einrichtungen auf den Weg bringen. Dass das nicht immer leicht ist, haben die Mitarbeiter in den vergangenen Jahren erfahren müssen. Langwierig gestaltete sich vor allem die Grundstückssuche, etwa in Niederpleis oder Ort. „Und dann dauert es ja auch einige Zeit bis wir Baurecht und einen Träger dafür haben“, so Clauß.

Darauf müsste die Stadt bei den geplanten Projekten in Hangelar und Mülldorf nicht warten. Sie könnten laut der Fachbereichsleiterin zügig realisiert werden. Innerhalb eines Jahres nach Beschlussfassung könnte etwa eine weitere dreigruppige Kita auf dem Grundstück zwischen Friedrichstraße und Anton-Groß-Straße in Hangelar entstehen. Dort betreibt die gemeinnützige evangelische Gesellschaft für Kinder, Jugend und Familie (KJF) bereits eine Einrichtung. Sie könnte auch Träger des Neubaus werden und hat laut Stadt wie auch die Axenfeld-Gesellschaft als Grundstückseigentümer bereits Interesse bekundet. Angedacht sei, das bestehende Gebäude zu spiegeln, sodass zwei eigenständige Gebäude mit eigenen Eingängen und einem großen Hof in der Mitte entstünden, sagte Clauß.

Neubau in Mülldorf

Noch ganz frisch sind die Überlegungen zu Mülldorf. Dort ist für die Kindertagesstätte Rasselbande der Arbeiterwohlfahrt (Awo) an der Wellenstraße ein Neubau geplant. Der genutzte Altbau hat aufgrund des Brandschutzkonzepts nur noch eine Betriebserlaubnis bis Januar 2021. „Wir haben geprüft, ob wir im Neubau mehr Gruppen unterbringen können“, so Clauß. Bislang war er als fünfgruppige Einrichtung geplant, nun schlägt die Verwaltung vor, auf acht Gruppen zu gehen. „Wir haben Baurecht, Geld im Haushalt und einen Architekten im Fachbereich 9.“ Die Stadt könne ohne Qualitätsverlust unmittelbar umsteuern. Die Awo sei informiert, ein ausführlicher Termin solle folgen, so die Stadt. „Dann hätten wir relativ zeitnah jeweils drei weitere Gruppen in Hangelar und Mülldorf“, sagte Clauß.

Bei den Mitgliedern des Unterausschusses ergaben sich dazu noch Fragen zum Verkehr und den Einrichtungsträgern. Zum Standort in Hangelar bat etwa Georg Schell (CDU) darum, die Anwohner möglichst früh einzubeziehen sowie eine Stellungnahme des Ordnungsamts zur Verkehrssituation einzuholen. Robert Heimann vom Jugendamtselternbeirat der Stadt warf ein, dass die Neubauten nicht nur die Mindeststandards erfüllen sollten und frühzeitig auch das Thema Parken mitberücksichtigt werden solle.

Nach der Vorberatung im Unterausschuss beschäftigt sich der Jugendhilfeausschuss am Mittwoch, 27. Juni, mit den Plänen. Er tagt ab 18.30 Uhr, im kleinen Ratssaal des Sankt Augustiner Rathauses.