Pläne für die Südarkarden

Südstraße in Sankt Augustin soll attraktiver werden

Sankt Augustin. Die Stadt Sankt Augustin plant eine bessere Anbindung der Südarkaden an das Huma-Center. Die Planer stellen nun zwei Varianten im technischen Rathaus vor.

Die Südstraße soll attraktiver werden. Wie die Straße aussehen soll, das stellte das beauftragte Planungsbüro vor rund 40 Interessierten am Montagabend im Technischen Rathaus in Sankt Augustin vor. Neben vielen Anwohnern fanden auch zwei Geschäftsleute aus den Südarkaden und sowie der Center-Manager des Huma, Alexandros Papadopoulos, den Weg zur Bürgerinformationsveranstaltung. Angelika Reinartz und Derya Cekic vom Büro für Stadt- und Verkehrsplanung in Aachen stellten zwei Gestaltungsvarianten vor

Warum die Südstraße umgestaltet werden soll, erläuterte Sankt Augustins Technischer Beigeordneter Rainer Gleß den Bürgern. Die Straße werde von vielen als Barriere empfunden und sei jetzt überdimensioniert. Auch gestalterisch entspreche die Straße nicht dem, was im integrierten Entwicklungskonzept festgeschrieben sei. „Wir wollen auch für den Eigentümer der Südarkaden Impulse geben“, sagte Gleß. Denn man hoffe, dass auch die Gestaltung des Platzes an den Südarkaden verbessert werde. Ob der von den Planerinnen vorgeschlagene Brunnen mit oder ohne Fontänen umgesetzt wird, sei Entscheidung des Eigentümers, der allerdings nicht da war.

„Unser Ziel und oberste Aufgabe war es, die Anbindung der Südarkaden an das Huma-Einkaufscenter zu verbessern“, sagte Reinartz. Vor allem die Querung der Südstraße, die derzeit mit einer Fußgängerampel geregelt werde, soll in Zukunft besser funktionieren. Derzeit gebe es eine elf Meter breite Fahrbahn mit Mittelstreifen und Abbiegespuren. Der einseitige Radweg dürfe genutzt werden, man dürfe aber mit dem Rad auch auf der Straße fahren. Vom Huma aus sei die Wegführung sehr attraktiv, das Grün vor dem Platz an den Südarkaden versperre hingegen die Sicht. Der Platz selbst wirke „etwas unaufgeräumt“, beschrieb Reinartz den Zustand.

Weniger Autos auf der Südstraße

7700 Fahrzeuge pro Tag nutzen derzeit die Südstraße. Das sei ein Rückgang, denn als es noch den Parkplatz vor dem Huma-Center gab, nutzten rund 11.000 Fahrzeuge die Straße. Aktuell, so die Zählung vom März 2019, seien in der Spitzenstunde 650 Fahrzeuge gezählt worden. Die Geschwindigkeit werde mehr als eingehalten. 50 Kilometer pro Stunde seien erlaubt, im Schnitt werde mit 43 Stundenkilometern langsamer gefahren.

Variante eins sieht vor, auch am südlichen Rand der Südstraße eine Baumreihe zu pflanzen, um ihr einen Allee-Charakter zu verleihen. Der aktuelle Radweg soll zum Grünstreifen werden und die Fahrradfahrer sollen einen Schutzstreifen von 1,75 Meter Breite auf beiden Seiten der Straße nutzen. Hier gab es bei den Bürgern große Sicherheitsbedenken, auch wegen der zahlreichen Schulkinder. Cekic erläuterte, dass die Sicherheit dann am größten sei, wenn der Autofahrer die Radfahrer vor sich sehe. „Das weiß er dann auch beim Abbiegen.“ So könnten Unfälle vermieden werden.

Straße soll besser beleuchtet werden

Im zentralen Querungsbereich entsteht eine Mittelinsel. Der Bereich ist gepflastert, davor verschwenkt sich die Fahrbahn. Zudem wird der zentrale Bereich über eine Rampe auf Gehwegniveau gebracht. Hinter diesen baulichen Maßnahmen verbirgt sich das Ziel, dass sich Fußgänger, Autofahrer und Radfahrer miteinander verständigen. Auch die Gehwege würden bei dieser Variante verbreitert.

Variante zwei hat zusätzlich zu diesen Maßnahmen noch einen gepflasterten Mittelstreifen mit Laternen zur besseren Ausleuchtung der Straße. Zudem werde die Straße so auch optisch aufgewertet, erläuterte Cekic. Bäume, Grünstreifen und Mittelinsel an der Querung bleiben wie bei Variante eins bestehen. Diese Variante ist mit geschätzt 1,28 Millionen Euro etwas teurer als Variante eins, die ungefähr 1,21 Millionen Euro kosten würde. Anlieger zahlen für den Umbau nichts, versicherte Gleß.

Mit dieser Lösung würde die Idee des Miteinanders im Vordergrund stehen. „Man hält an, bedankt sich und kommuniziert miteinander“, formuliert es Cekic. Sie plädiert zudem für Tempo 30. Die Stadt will nun den Förderantrag beim Land stellen, das mit einer Bewilligung 70 Prozent der Kosten übernehmen wird. Die Ausschreibung für den Umbau soll 2020 beginnen, so dass 2021 die Umbauarbeiten beginnen können.