Einsätze in Menden und Mülldorf

Mehrere Verletzte in Sankt Augustin nach Angriffen mit Stichwaffen

Blaulichter blinken auf Polizeifahrzeugen.

Blaulichter blinken auf Polizeifahrzeugen.

Sankt Augustin. Zwei Jugendliche sind am Wochenende bei Angriffen mit Stichwaffen verletzt worden. Ein 15-Jähriger wurde unvermittelt angegriffen, ein 16-Jähriger vermutlich bei einem Streit verletzt. In beiden Fällen sind die Hintergründe aber noch unklar.

Am Sonntag gegen 20.30 Uhr hat eine Fußgängerin einen verletzten 15-Jährigen in der Straße "Auf der Mirz" in Sankt Augustin-Menden aufgefunden. Der stark alkoholisierte Jugendliche lag mit einer Beinverletzung auf dem Feldweg. Die Frau alarmierte daraufhin den Rettungsdienst.

Der 15-Jährige aus Remagen gab an, gegen 17.30 Uhr eine private Party verlassen zu haben, um frische Luft zu schnappen. Ein Unbekannter in einem blauen Soldatenkostüm habe ihn dann plötzlich von hinten angegriffen, ihm mit einem Messer in den Oberschenkel gestochen und sei anschließend wortlos weitergegangen.

Eine nähere Täterbeschreibung konnte das Opfer nicht abgeben. Der 15-Jährige wurde zur Behandlung in die Kinderklinik in Sankt Augustin gebracht.

Weitere Stichverletzung nach Schlägerei an S-Bahnhaltestelle

Bereits am Samstag hatte es gegen 13.50 Uhr einen Rettungseinsatz an der S-Bahnhaltestelle Sankt Augustin-Mülldorf an der Dammstraße gegeben. Zeugen hatten eine Schlägerei zwischen zwei Gruppen von Jugendlichen beobachtet und die Polizei alarmiert.

Bei Eintreffen der Beamten waren einige Beteiligte bereits geflüchtet. Vor Ort fand die Polizei noch sechs Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren aus Sankt Augustin, Hennef und Much vor, die zum Teil leicht verletzt worden waren.

Ein 16-Jähriger Hennefer hatte eine blutende Stichverletzung am Rücken und wurde in die Kinderklinik in Sankt Augustin gebracht. Die Hintergründe der Tat sind bisher unklar. Ein Messer oder eine sonstige Waffe fand die Polizei nicht.

Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass sich die Gruppen zur Klärung eines Streits verabredet hatten.

Zeugenhinweise zu beiden Vorfällen nimmt die Polizei unter Tel.: 02241 541-3321 entgegen.