Bundespolizei in Sankt Augustin

Flieger spenden für schwer kranke Kinder

Am Hubschrauber: (v. links) Patrick Haas, Petra Przewloka, Thomas Helbig, Thomas Rick, Julia Schneider und Julia Alefeld.

Am Hubschrauber: (v. links) Patrick Haas, Petra Przewloka, Thomas Helbig, Thomas Rick, Julia Schneider und Julia Alefeld.

Sankt Augustin. Einen Flugsimulator, viele Helikopter und Polizisten in Uniform: Die Hallen der Bundespolizei-Fliegergruppe boten den Familien des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Rhein-Sieg am Freitagmittag viel Spannendes.

Der Höhepunkt war die Spende, die der Hospizdienst von der Fliegergruppe erhielt. Den Spendenbetrag in Höhe von 1000 Euro überreichte Thomas Helbig, Leiter der Bundespolizei-Fliegergruppe, der Koordinatorin des Hospizdienstes Petra Przewloka. Auf dem riesigen Flugplatz in Hangelar trotzten die Anwesenden der Kälte und sahen sich einen Helikopter der Bundespolizei an.

„Auf unserer Weihnachtsfeier sammelten wir das Geld, das wir dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst heute in Form eines Schecks übergeben“, sagte Helbig. Jedes Jahr überlegten alle gemeinsam, welche Institution im Rhein-Sieg-Kreis noch keine Spende von der Fliegergruppe im Standort Sankt Augustin erhalten habe. „Wir waren uns in diesem Jahr einig, dass der Hospizdienst und vor allem die Kinder das Geld gut gebrauchen können.“

Der Hospizdienst begleitet und unterstützt lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche und ihre Familien im Alltag. Derzeit sind 30 ausgebildete Ehrenamtler aktiv im Dienst tätig und kümmern sich um insgesamt 24 Familien. Jeweils einen Elternteil betreut ein Freiwilliger.

„Mit dem Geld möchten wir einen Familientag ausrichten“, sagte Przewloka. „Der Veranstaltungsort muss überdacht, gut erreichbar und barrierefrei sein.“

Seit zwölf Jahren besteht der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Rhein-Sieg. Przewloka hat die Arbeit dort im vergangenen Jahr aufgenommen. Auf Spenden sei die Institution angewiesen. „Größere Spenden wie diese nutzen wir, um den Familien etwas zurückzugeben“, so die Koordinatorin. Büromaterial, die Dienstwagen, Telefone sowie verschiedene Lebensmittel finanziere der Hospizdienst mit kleineren Spenden.

Im Anschluss an die Spendenübergabe gab es für die Kinder und Eltern eine Führung durch die Hallen der Bundespolizei-Fliegergruppe. Mutige Kinder setzten sich in einen Flugsimulator und durften sich einmal wie richtige Piloten fühlen.