Bürgerantrag angewiesen

Klage schiebt neue Sporthalle in Niederkassel nicht auf

Auf diesem Areal im Schengfeld wird die neue Halle gebaut.

Auf diesem Areal im Schengfeld wird die neue Halle gebaut.

Niederkassel. Die Mehrzweckhalle in Mondorf kann weitergebaut werden. Ein Gericht wies einen Antrag auf aufschiebende Wirkung der Bürger zurück.

Die Klage der Anwohner gegen den Neubau einer Mehrzweckhalle an der Mondorfer Realschule hat keine aufschiebende Wirkung. Das hat das Verwaltungsgericht Köln entschieden. Deshalb hätten die Kläger ihren Antrag auf aufschiebende Wirkung zurückzogen, sagte Bürgermeister Stephan Vehreschild auf GA-Anfrage. Die ursprüngliche Klage der Anwohner gegen das Projekt hat damit zwar weiterhin Bestand, der Richter habe jedoch sehr klar gesagt, dass es keinerlei Anspruch der Anwohner gebe, die Mehrzweckhalle zu verhindern, so der Bürgermeister.

„Es könnte sein, dass die Anwohner angesichts dieser Ankündigung ihre Klage ebenfalls zurückziehen, aber das weiß ich nicht“, so Vehreschild. Die Stadt habe angeboten, nach der Fertigstellung nochmals Lärmmessungen durchführen zu lassen, auch wenn bereits ein Lärmgutachten vorliege. Seit dem 16. Oktober baut die Stadt auf dem ehemaligen Spielplatz hinter der Realschule. Wegen eines vom Gericht veranlassten Baustopps, der jedoch nur einen Tag lang Bestand hatte, ruhten die Bagger für kurze Zeit.

Die aktuelle Entscheidung macht nun die Bahn frei für das Bauvorhaben. Auch wenn der gerichtliche Beschluss zur Klage noch nicht vorliegt, ist die Stadt optimistisch, dass die Halle gebaut werden kann. Lediglich die Nutzung und die damit verbundenen Lärmemissionen könnten zu einer gesonderten Regelung führen.

Wie berichtet ist die Integration von Flüchtlingen auch die Grundlage dafür, dass reichlich Landesfördermittel für den Bau dieser Halle fließen. Sie stammen aus dem Topf „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“. Die neue Halle wird knapp 2,27 Millionen Euro kosten, rund 1,69 Millionen Euro will das Land NRW übernehmen, 700 000 Euro werden aus dem Stadtsäckel fließen.