Kultur in Neunkirchen-Seelscheid

Im Haus Birkenried fällt der letzte Vorhang

Neunkirchen-Seelscheid.

Das Haus Birkenried stellt den Betrieb ein, weil Schauspielerin Sibylle Kuhne das kleine Theater alleine nicht weiterführen kann. Mit der Schauspielerin sprach Paul Kieras.

Neunkirchen Seelscheid.

Mit „Die amerikanische Päpstin“ verabschiedet sich Haus Birkenried von seinem Publikum. Warum gerade mit diesem Stück?

Sibylle Kuhne: Jörg Kaehler hat es mit mir zusammen schon im letzten Jahr inszeniert. Eigentlich sollte schon im vergangenen Herbst Premiere sein. Mit der Aufführung bringe ich unsere letzte gemeinsame Arbeit zum Abschluss. Es ist für mich ein Vermächtnis. Er selbst hat immer alles beendet, was er begonnen hat.

Sie führen den Theaterbetrieb nicht fort?

Kuhne: Alleine wäre die Arbeit nicht zu bewältigen. Ich werde zwar weiterhin als Schauspielerin tätig sein, aber nicht mehr ein eigenes Theater führen.

Bekannt geworden sind Sie auch mit den Siegburger Freilichtspielen zwischen 2004 und 2010 auf dem Michaelsberg. Könnten Sie sich Ähnliches noch einmal vorstellen?

Kuhne: Das traue ich mir alleine nicht zu. Dafür ist der Aufwand einfach für diese Veranstaltung zu groß. Denn damals haben wir neben den Inszenierungen auch von der Bestuhlung bis zur Beleuchtung alles selbst organisiert.