Spaziergänger meldet leblose Person

Suche in der Wahnbachtalsperre bislang ohne Erfolg

Feuerwehr, THW und DRK Wasserwacht suchen im Wasser der Wahnbachtalsperre eine vermisste Person.

Auch Taucher suchen nach der Person.

Hennef. DRK, Feuerwehr und THW suchen an der Wahnbachtalsperre nach einer vermissten Person. Ein Rettungshubschrauber hat beim Einsatz eine Stromleitung zerrissen.

Zu einem großangelegte Einsatz mit Folgen sind Rettungskräfte am Sonntag an die Wahnbachtalsperre in Neunkirchen-Seelscheid ausgerückt. Spaziergänger glaubten, dort am Morgen eine Person leblos im Wasser treiben gesehen zu haben. Ihre Suche stellten die um 9.23 Uhr alarmierten Einsatzkräfte gegen 15.30 Uhr ergebnislos ein.

„Ein Anrufer, der sich auf der Aussichtsplattform befand, meldete über Notruf eine leblose Person im Wasser“, sagte der Einsatzleiter der Polizei, Markus Schmidt, am Ort des Geschehens. Der Aussichtspunkt nahe der Ortschaft Pinn liegt etwa 50 Meter über dem Wasserspiegel und ermöglicht den Blick über das Gewässer in Richtung Siegburg-Seligenthal. Gleich darunter befindet sich eine der tiefsten Stellen der Talsperre.

 

Feuerwehrmänner, die mit dem Anrufer vor Ort sprachen, schilderten die Angaben als sehr glaubhaft. Neben der Feuerwehr rückten deshalb auch Strömungsretter der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), DRK-Taucher sowie weitere Einsatzkräfte der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuz (DRK) und des Technischen Hilfswerks (THW)  aus – wie auch der Rettungshubschrauber Christoph Rheinland des ADAC. Der kam allerdings nicht weit: Bei der anschließenden Suche kappte ein Rettungshubschrauber eine Stromleitung. Etwa 2500 Einwohner Seelscheids waren zunächst ohne Strom. Schon nach rund einer Stunde waren einer Sprecherin zufolge wieder ein Großteil der Menschen ans Stromnetz angeschlossen, um 13.07 Uhr konnte dann vermeldet werden: Alle Anwohner sind wieder versorgt.

Die Hubschrauber-Besatzung hatte Glück. Sie blieb unverletzt, konnte weiterfliegen und den Helikopter bei Lohmar-Birk notlanden. Techniker, die sich den Hubschrauber ansahen, stellten nach Auskunft der Polizei keine gravierenden Schäden fest. Vorsichtshalber wurde jedoch beschlossen, die Maschine zu entladen und die Crew mit dem Auto zurück nach Köln zu bringen. Ein Kranunternehmen half am Nachmittag dabei, den Hubschrauber auf einen Abschlepper zu verladen und in eine Werkstatt zu bringen.

Parallel dazu lief an der Wahnbachtalsperre die Suche weiter. Doch selbst ein aus Bonn angefordertes Boot mit Sonargerät an Bord konnte niemanden aufspüren. Auch die Taucher des THW wurden nicht fündig. Zu ihrer eigenen Sicherheit durften sie allerdings nicht bis zum Grund hinabtauchen. Auch Sichtgläser, mit denen die Strömungsretter das Gewässer absuchten, brachten nichts zum Vorschein.

Schnell hatte nicht nur bei den Einsatzkräften die Vermutung nahe gelegen, dass es sich bei der Person im Wasser um die Vermisste Juliana M. handeln könnte. Wie berichtet, hatte die 64-jährige Frau des Schlagersängers Andreas M. am 15. Juni ihr Haus im nahe gelegenen Remschoss verlassen und war anschließend nicht wieder zurückgekehrt. Bereits vor einigen Wochen hatte die Polizei deshalb mit einem Hubschrauber die Wahnbachtalsperre aus der Luft abgesucht.