Nach Klageverfahren

Stadt Hennef und BUND einigen sich über Horstmannsteg

Der Hennefer Horstmannsteg ist marode und muss neu gebaut werden.

Der Hennefer Horstmannsteg ist marode und muss neu gebaut werden.

HENNEF. Der Neubau des Horstmannstegs führte zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen der Stadt und den Naturschützern, die vor Gericht endete. Jetzt haben beide Seiten eine Lösung gefunden.

Für den Neubau des Horstmannstegs zeichnet sich eine Lösung ab. Wie die Stadt Hennef am Donnerstagabend mitteilte, habe sie sich mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) auf eine Planung geeinigt. Der ursprüngliche Plan war nach einer Klage der Naturschützer hinfällig geworden.

Beide Seiten haben sich darauf verständigt, dass der neue Horstmannsteg keinen Pylon und keine Seilkonstruktion haben wird. Er soll aber auf der Trasse des alten Stegs verlaufen, der aus den 60er Jahren stammt und marode ist. Die Breite soll vier Meter betragen, statt 1,90 Meter bislang. Die Fundamente werden so gestaltet, dass eine freie Laufveränderung der Sieg möglich ist. Das ist ein Punkt, der dem BUND wichtig ist: So könne sich der Fluss naturnah entwickeln, erklärte BUND-Kreissprecher Achim Baumgartner.

Auch Bürgermeister Klaus Pipke ist zufrieden. „Die Zukunft des Horstmannstegs ist gesichert“, teilte er mit. „Wir haben ein gutes Einvernehmen hergestellt, auf dessen Basis wir nun die weiteren Schritte gemeinsam machen können.“ Der Stadt war wichtig, dass an dieser Stelle weiter eine Brücke steht. Sie gilt als wichtige, autofreie Verbindung durch die Siegaue ins Zentrum. Ein Ingenieurbüro entwickelt nun zwei Varianten, die Gegenstand eines neuen Genehmigungsverfahrens sind.