Mangelhafte Wasserversorgung

Schweinebauern in Hennef retten Tiere vor den Flammen

HENNEF. In Hennef-Büllesbach hat am späten Mittwochabend eine Scheune gebrannt. Mangelhafte Wasserversorgung und ein zusätzlicher Wasserrohrbruch erschwerten den Einsatz der Feuerwehr.

Die Hennefer Feuerwehr ist am späten Mittwoch gegen 23.50 Uhr zu einer brennenden Scheune in den Büllesfelder Weg ausgerückt. Wie Markus Henkel, Leiter der Feuerwehr in Hennef, berichtete, stellte sich vor Ort schnell heraus, dass es sich um einen größeren Brand handelt - die etwa fünf mal 15 Meter große Scheune stand im Vollbrand, die Alarmstufe wurde erhöht. Das Feuer drohte zeitweise, auf zwei benachbarte Wohnhäuser überzugreifen.

Das Feuer bemerkt hatte laut Feuerwehr der 19-jährige Sohn des Hofbesitzers, der seine Eltern und seinen Großvater warnte, so dass alle vier Bewohner das Haus verließen. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr konnte der Scheuneneigentümer, der die Scheune vor allem als Werkstatt und Brennholzlager nutzt, fünf Schweine aus dem Gebäude treiben, ebenfalls konnte er ein Auto sowie einen Traktor noch rechtzeitig vor den Flammen retten. Diverses Mobiliar und Werkzeug wurde allerdings Opfer der Flammen. Der Sohn erlitt bei der Rettung der Schweine laut Henkel leichte Brandverletzungen und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

"Aufgrund der schlechten Wasserversorgung, von der bekannt ist, dass sie hier in Büllesbach nicht die beste ist, haben wir dann zwischenzeitlich sogar Vollalarm für die Feuerwehr Hennef alarmieren lassen", so Henkel. Ein Wasserrohrbruch erschwerte die Arbeit der Wehrleute zusätzlich. Henkel: "Der brachte die Wasserversorgung dann mehr oder weniger zum Erliegen." Den Einsatzkräften blieb letztendlich nichts anderes übrig, als Löschwasser im Pendelverkehr mit den Löschfahrzeugen zum Brandort zu fahren. Zusätzlich zu Tankwagen aus Uckerath und Königswinter wurde ein weiterer Tankwagen aus Königswinter angefordert.

Sorgen bereitete der Feuerwehr ein Gastank, der direkt hinter der Scheune steht, und die sehr dichte Bebauung rund um die Scheune. "Maximal fünf bis sechs Meter" schätzte Henkel den Abstand zu den nächsten Wohnhäusern. Um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern, stellten die Wehrleute eine sogenannte Riegelstellung auf. Die größte Herausforderung für die Einsatzkräfte sei es gewesen, diese und den Löschangriff auf die Flammen mit dem knappen Löschwasser gleichzeitig zu stemmen.

Der Brand zerstörte das Dach der Scheune vollkommen. Umliegende Gebäude wurden nicht beschädigt. Eine direkt über der Scheune verlaufende Stromleitung wurde während des Einsatzes abgeschaltet, um den Einsatz der Drehleiter möglich zu machen. Um den Rohrbruch kümmerte sich der Wasserversorger noch in der Nacht. Den insgesamt entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf mehrere zehntausend Euro. Brandermittler haben die Ermittlungen aufgenommen.