Marode Straße

Hennefer beklagen schlechten Zustand der L352

Marode ist die L 352 zwischen Allner und Happerschoß. Rainer Pasch (links) und Norbert Meinerzhagen zeigen die Schäden.

Marode ist die L 352 zwischen Allner und Happerschoß. Rainer Pasch (links) und Norbert Meinerzhagen zeigen die Schäden.

Hennef. Die L352 hoch nach Happerschoß gleicht einem Flickenteppich. Autofahrer müssen um die tiefen Schlaglöcher herumfahren. Der Landesbetrieb Straßen NRW bereitet ein Sanierungskonzept vor.

Eigentlich ist sie idyllisch, die Serpentinenstrecke der L352 von Allner hoch nach Happerschoß und Heisterschoß. Umrahmt von Waldstücken zieht sich die Straße nach oben und führt zu den Ortschaften in denen knapp 5000 Einwohner leben. Allerdings müssen die Autofahrer wegen des schlechten Zustands der Straße um die tiefen Schlaglöcher und aufgerissenen Fahrbahnstellen herumfahren. So schlecht ist der Zustand der Straße. „Diese Schlaglöcher sind mittlerweile so tief und weitflächig gestreut, dass wir in Schlangenlinien darum herum fahren müssen“, sagte CDU-Ratsmitglied Rainer Pasch, der in Happerschoß wohnt. „Die Straße ist in einem katastrophalen Zustand.“

Auch sein Happerschoßer Ratskollege Norbert Meinerzhagen von den Unabhängigen findet deutliche Worte. „Das ist seit Jahren unzumutbar“, sagte der Vorsitzende des Hennefer Bauausschusses. „An einigen Stellen müssen Autofahrer sogar mit schweren Fahrzeugschäden an Reifen und Achsen rechnen. Für Radfahrer kann dieser Straßenzustand durchaus tödlich enden“, sagte Meinerzhagen. Pasch bestätigte, dass ein Autofahrer sich an der maroden Fahrbahn einen Plattfuß eingehandelt hat, da die scharfkantigen Stellen am Bankett einen Reifen aufgeschlitzt hätten.

„Der Mann rief sofort bei mir an, und beschwerte sich, dass die Stadt an dieser Straße nichts machen würde“, sagte Pasch. Der Christdemokrat machte ihm klar, dass für die Beseitigung der Schäden an der Fahrbahn der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig sei, da es sich bei der L 352 um eine Landesstraße handele.

Mit etlichen Anträgen haben Hennefer Kommunalpolitiker in den vergangenen 15 Jahren versucht, eine Verbesserung zu erzielen. „Bis auf eine Erneuerung der Asphaltdecke blieb das alles ergebnislos“, sagte Pasch. „Damals wurde nur abgefräst, Teer drauf geschüttet und fertig“, fügte Pasch hinzu.

8000 Fahrzeuge täglich auf der Landesstraße

Die Schlaglöcher seien seitdem immer nur notdürftig mit Bitumen geflickt worden. „Das hält natürlich nicht ewig“, sagte Pasch. Pasch und Meinerzhagen hoffen, dass sich nun endlich etwas bewegt. Immerhin würden sich laut einer polizeilichen Zählung von 2015 rund 8000 Fahrzeuge täglich auf der Landesstraße bewegen, die Hennef mit Neunkirchen-Seelscheid verbindet. „Wenn nichts passiert, wird die Straße noch schlechter werden“, sagte Pasch.

Der Landesbetrieb Straßen NRW will sich nun der Problematik annehmen. „Wir prüfen zurzeit den Umfang der Sanierung der L352. Neben der reinen Fahrbahnsanierung müssen unter Umständen noch die Entwässerung und die Schutzeinrichtungen neu gemacht werden“, sagte Timo Stoppacher, Sprecher von Straßen NRW.

Die Stadt Hennef wird die Planungen nicht übernehmen können. „Der Landesbetrieb plant diese Maßnahme selbst, weil das für die Stadt zu aufwendig ist“, sagte Mira Steffan, stellvertretende Sprecherin der Stadt Hennef. Die Stadt will laut Steffan allerdings ab Ende 2020 die Happerschoßer Straße, die von der L352 abgehend die Ortschaften Happerschoß und Bröl miteinander verbindet, sanieren. „Das wird in enger Absprache mit dem Landesbetrieb geschehen“. Laut den letzten Informationen von Rainer Pasch soll die L352 erst danach in Angriff genommen werden.