"Jack is back"

Ganz nah dran am Publikum

Rückblick: "Jack is back" hatten 2014 im "Jaja" ein Heimspiel, wo die Band zum Anfassen nah am Publikum spielte.

HENNEF. Mit der Band "Jack is back" hatte die Stadt Hennef eine Formation für ihr Programm der Veranstaltungsreihe "Siegtal-Festival" ausgesucht, die mit handgemachtem, erdigen Rock, ob gecoverte und eigene Stücke, die Zuhörer am Freitag begeisterte.

Aufgrund des wechselhaften Wetters entschlossen sich die Musiker für einen Auftritt in statt vor der Kneipe "Jaja", was aber keine Beeinträchtigung der Stimmung bedeutete, sondern vielmehr für beste Club-Atmosphäre sorgte.

"Wir mögen die unmittelbare Nähe zum Publikum", erklärte Sängerin Simone Altheide. Auch bei größeren Gigs mische sie sich gerne unter die Zuhörer. Ihren Musikstil bezeichnen die vier Bandmitglieder als groovigen Rock, gepaart "mit jeder Menge Singer-/Songwriter-Feeling und einem Schuss Euro-Soul".

Peter Kindler (Bass), Frank Altheide (Gitarre, Gesang), Peter Kalff (Percussion, Trompete und Gesang) sowie Simone Altheide, "die Stimme" der Gruppe, zeigten vom ersten Stück an vollen Einsatz und boten schnörkellosen Rock ohne technischen Firlefanz.

Die Band beeindruckte aufgrund ihres eigenen, unverwechselbaren Stils, der perfekten Beherrschung ihrer Instrumente und eines mehrstimmigen Gesangs, der unter die Haut geht. Vor allem bei Frontfrau Simone Altheide hatte man das Gefühl, sie brauche eigentlich kein Mikro, so voll und kräftig ist ihre Stimme.

Gerade bei Songs von weiblichen Interpreten, die sie - wie alle Lieder - mit viel Emotion und sehr überzeugend coverte, bewies die Sängerin, dass sie mit ihren Vorbildern in einer Liga spielt - unter anderem bei "Like the way I do" von Mellissa Etheridge, "What's Up" von den 4 Non Blondes oder dem Klassiker "Son of a Preacher Man", den Dusty Springfield berühmt gemacht hat.

Nicht anders war es bei Stücken männlicher Kollegen. So hatte man etwa bei "Knockin' on Heaven's Door" in der Guns-N' Roses-Version den Eindruck, dass Altheide sogar deren Sänger Axl Rose an die Wand sang.

Seit mehr als zehn Jahren kreuzten sich immer wieder die Wege der Musiker bei Projekten, 2009 gründeten sie dann "Jack is back". Der Name hat übrigens laut Bassist Peter Kindler "keine tiefere Bedeutung", ist aber ein Markenzeichen für feinsten Rock weit über die Grenzen Hennefs hinaus geworden.