Offene Gartenpforte

Gärtnerei „Auerbachs Garten“ öffnet Türen

„Auerbachs Garten“: Bei der "Offenen Gartenpforte" präsentiert die Familie Auerbach auch ihre Privatgärten.

„Auerbachs Garten“: Bei der "Offenen Gartenpforte" präsentiert die Familie Auerbach auch ihre Privatgärten.

Hennef. Eine Gärtner-Familie aus Hennef beteiligt sich an der Aktion „Offene Gartenpforte“. Die Idee stammt aus England, das auch als Land der Gärten bekannt ist. Im Rheinland wurde diese Aktion im Jahr 2002 ins Leben gerufen.

Wer durch das Siegtal Richtung Stein und Stadt Blankenberg fährt, kommt automatisch an dem Schild vorbei, das auf einen der traditionellen Gärtnereibetriebe Hennefs hinweist. „Auerbachs Garten“, vor rund 50 Jahren von Dieter Auerbach gegründet, wird heute von Sohn Peter und dessen Ehefrau Franziska geführt. Seit Jahren beteiligen sich die Auerbachs an der Aktion „Offene Gartenpforte“, bei der an mehreren Tagen im Jahr Privatleute, aber auch Gärtnereibetriebe die Türen zu ihren sehenswerten Gärten öffnen.

Die Idee stammt aus England, dem Land der Gärten. Im Rheinland wurde die Aktion 2002 ins Leben gerufen. Ob ländlicher Bauerngarten oder grüne Stadtoase, weitläufiger Privatpark oder kleiner Reihenhausgarten: An vier Wochenenden im Jahr sollen die Besucher sehen, wie vielfältig und ideenreich die private Gartenkultur ist. Der Clou bei den Auerbachs: Alles ist miteinander verbunden, und so erhalten die Besucher nicht nur Einblicke in die Pflanzenwelt auf dem Betriebsgelände. Sie dürfen sich auch in den privaten Gärten der Familie im Ortsteil Greuelsiefen umschauen, die direkt an die Ausstellungsflächen angrenzen. „Der Garten ist ein Lebensraum, keine Arbeitsstätte“, sagt Peter Auerbach beim Rundgang über die knapp ein Hektar große Fläche seines Betriebes und die angrenzenden Privatgärten.

Station macht er zunächst bei seinem Vater Dieter Auerbach, der im Alter von 87 Jahren noch alles selber macht. „Ich mag die gepflegte Wildnis meines Gartens“, sagt Dieter Auerbach, der den Betrieb vor mehr 50 Jahren als „Baumschule Auerbach“ gegründet hat und seinen „privaten Seniorengarten“ der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Schönheit und Vielfalt

Rhododendron und Azaleen in prachtvollen Farben, seltene Gräsersorten – die Besucher bekommen bei den Auerbachs nicht nur die Schönheit, sondern auch die Vielfalt zu sehen, wie Gärten gestaltet werden können. Dabei kommt es laut Peter Auerbach nicht auf die reine Ordnung oder den sauber geschnittenen Rasen an. „Jedes angelegte Beet ist pflegeleichter als Rasen“, sagte Auerbach. Sein Familiengarten ist mehr als sehenswert. Neben ausgesuchten Pflanzen, einem Wasserfall und einen kleinen Grillplatz gibt es eine Art Hütte aus Heckensträuchern, die blickdicht ist und Schatten spendet. Zum Ausruhen kommen die Auerbachs zwar eher selten, aber in einer Hängematte mit Blick auf die Gartenpracht lässt es sich schon aushalten.

Auch die Kinder von Peter und Franziska Auerbach haben einen eigenen, kleinen Garten, in dem sie sich nach Herzenslust austoben können. Peter Auerbach hofft, dass die Besucher die eine oder Anregung für ihren eigenen Garten bei einem solchen Tag der offenen Gartenpforte mit nach Hause nehmen. Die vermeintlich pflegearmen Steingärten, die derzeit en vogue sind, bezeichnet Peter Auerbach als „Schotterwüsten“: „Die finde ich ganz fürchterlich. Zudem erzeugen auch diese Gärten Staub und Dreck.“

Weitere Termine: Der Garten von Peter Auerbach, Steinerhart 40, in Hennef, ist am Samstag und Sonntag, 14. und 15. September, jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Kontakt: 0 22 42/33 74