Eisenbahnen im Rhein-Sieg-Kreis

Erinnerung an die Bröltalbahn in Hennef

Die Bröltalbahn in den 1960er Jahren in Hennef.

Die Bröltalbahn in den 1960er Jahren in Hennef.

Hennef. Die Schmalspurbahn, die einst Teile des Oberbergischen, des Siebengebirges und des Westerwalds mit dem Rhein verband, ist längst Geschichte. Mehr als 50 Jahre nach der Stilllegung plant die Stadt Hennef Info-Tafeln aufzustellen.

Die Bröltalbahn ist längst Geschichte. Aber die Erinnerung an dieses einst wichtige und weit verzweigte Transportmittel soll aufgefrischt werden. Zumindest im Hanfbachtal. Der Hennefer Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus hat jetzt auf Antrag der SPD beschlossen, Info-Tafeln aufzustellen.

„Viele große und kleine Geschichten geraten in Vergessenheit. Die Bröltalbahn war eine der ersten Schmalspureisenbahnen im Personenverkehr. Deshalb ist es uns ein Anliegen, an die Geschichte des Streckenabschnittes der kleinen Bahn zwischen Hennef und Asbach zu erinnern“, so SPD-Ratsmitglied Mario Dahm. Die Wirtschaftsförderung soll nun in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv und dem Eisenbahnmuseum in Asbach entsprechende Tafeln entwickeln.

Von der Bröltalbahn, die einst Teile des Oberbergischen, des Siebengebirges und des Westerwalds mit dem Rhein verband, ist kaum etwas übrig geblieben. Ihre Endstation in Beuel ist heute eine Gaststätte: das „Bahnhöfchen“. Teile der Bahntrasse sind längst zum Radweg umgebaut. In Beuel, aber auch in Hennef. Am dortigen Bahnhof erinnert noch ein Gleisstück an die Schmalspurbahn. Und am Hanfbach verläuft ein Rad- und Gehweg auf der alten Trasse.

Die Bröltalbahn nahm 1862 ihren Betrieb auf, maßgeblich auf Betreiben der Friedrich-Wilhelms-Hütte bei Troisdorf. Auf diese Weise konnte vor allem Eisenerz aus dem Bröltal herbeigeschafft werden. Das Streckennetz wuchs binnen weniger Jahre, und bald kam auch die Personenbeförderung dazu. Ein Abzweig führte nach Siegburg; in Hennef gabelte sich die Strecke in Richtung Waldbröl und Richtung Asbach.

Die Verbindung nach Asbach wurde 1892 in Betrieb genommen, mit einigen Haltepunkten auf Hennefer Gebiet: Geisbach, Kuchenbach, Dahlhausen, Hanfmühle und Eulenberg. Der letzte Personenzug fuhr am 1. August 1956 zwischen Hennef und Asbach, danach übernahmen Busse den Verkehr. Die Güter rollten noch eine Weile über die Schiene, doch auch dort war wenige Jahre später Feierabend: 1967 stellte die Bröltalbahn ihren Betrieb ein.