Weihnachtsmarkt in Königswinter

Weihnachtliches Spektakel auf Schloss Drachenburg

Siebengebirge. An den vier Adventswochenenden findet wieder die "Einzigartige Weihnachtszeit" rund um Königswinters Wahrzeichen statt. Die Veranstalter versprechen diesmal noch mehr Musik und Kinderprogramm und haben das Areal ausgeweitet.

Eigentlich hat ja gerade erst der Herbst so richtig Fahrt aufgenommen. Auf Schloss Drachenburg jedoch stehen die Zeichen bereits auf Winter. Genauer gesagt auf Advent: In rund drei Wochen startet in und rund um das romantische Königswinterer Wahrzeichen die „Einzigartige Weihnachtszeit“ zum mittlerweile achten Mal. Und die Vorbereitungen zu dem Weihnachtsmarkt der besonderen Art laufen bereits auf Hochtouren.

„Ursprünglich“, sagt Joachim Odenthal, Geschäftsführer der Schloss Drachenburg gGmbH, „hatten wir überlegt, die Veranstaltung erstmals auch auf den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag auszuweiten.“ Für die zusätzlichen Öffnungszeiten fehlte jedoch bislang die erforderliche Genehmigung der Unteren Landschaftsbehörde. „Die Neuverhandlungen stehen in den kommenden Wochen an“, so Odenthal. Und dann werde man auch über dieses Thema mit allen Beteiligten sprechen.

Immerhin: An vier statt wie im Vorjahr drei Wochenenden steht die „Einzigartige Weihnachtszeit“ dieses Mal im Veranstaltungskalender von Schloss Drachenburg. Geschuldet waren die verkürzten Öffnungszeiten dem Umstand, dass 2017 Heiligabend zugleich der vierte Advent war.

Trotzdem weist die Bilanz für vergangenes Jahr rund 33.000 Besucher auf – und dies trotz teils extremer Wetterbedingungen: „An einem Sonntag mussten wir aufgrund starken Schneefalls den Markt sogar für einige Zeit stilllegen“, berichtet Odenthal.

Auf besseres Wetter hofft der Geschäftsführer in diesem Jahr – und auf rund 50.000 Gäste, die an den Adventswochenenden den Weg zum Schloss finden. Und für sie haben sich die Veranstalter wieder einiges einfallen lassen.

Mehr Musik, mehr Platz, mehr Kinderprogramm: Auf diesen Dreiklang bringt es Odenthal. Unverändert bleibt das Leitmotiv für die Szenerie auf dem Schloss „Charles Dickens – Eine Weihnachtsgeschichte“. „Schauspieler werden auch in diesem Jahr in der Rolle des Ebenezer Scrooge und anderer bekannter Figuren der Geschichte über das Gelände gehen“, sagt Odenthal.

Doch in den Vorjahren habe man die Beobachtung gemacht, dass das Theater in dem Trubel rund um das Schloss zuweilen etwas untergegangen sei. Daher konzentriere sich das Spielgeschehen dieses Mal auf die Venusterrasse.

Panoptikum, Wahrsagerbude und Puppentheater

Damit werde auch die vordere Parkfläche in den Markt eingebunden und so der Platz insgesamt ausgeweitet. Ein Panoptikum aus dem Jahr 1915 ergänzt das historische Ambiente ebenso wie eine Wahrsagerbude, ein Puppentheaterzelt und historische Karussells.

Den Marktaufbau mit insgesamt rund 50 Ständen übernimmt dabei in diesem Jahr erstmals die JK-Veranstaltungsagentur von Jürgen Kutter, der unter anderem auch für den Martini-Markt in Bad Honnef verantwortlich zeichnet. „Es gibt so gut wie keine ebene Fläche um das Schloss“, sagt Odenthal. „Vor diesem Hintergrund ist der Aufbau schon eine Herausforderung.“

Bis zu fünf verschiedene Musikensembles spielen täglich während der Öffnungszeiten – und zwar nicht nur rund um das Schloss, sondern zur Einstimmung auch bereits in der Talstation der Drachenfelsbahn. „Die Besucher erleben das ganze Programm – unabhängig davon, zu welcher Tageszeit sie zu uns kommen“, sagt Odenthal.

Gleichwohl dürfte das weihnachtlich geschmückte Schloss Drachenburg insbesondere bei einbrechender Dunkelheit seine ganze Pracht entfalten. Nicht zuletzt, da Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld, der auch für das „Schlossleuchten“ verantwortlich zeichnet, für die passende Illumination des historischen Gebäudes sorgen wird.

„Die Idee ist, den Menschen eine Auszeit in besonderer Atmosphäre und losgelöst vom üblichen Weihnachtstrubel zu ermöglichen“, sagt Odenthal. Auch das ein Grund, warum man die Besucherzahlen nicht bis ins Unendliche steigern wolle. „Dann wäre die Atmosphäre ganz schnell dahin“, sagt er.

Langfristig allerdings könne er sich durchaus vorstellen, die „Einzigartige Weihnachtszeit“ etwa bereits in der Altstadt beginnen zu lassen und bis zum Schloss hinaufzuführen. „Ein Traum wäre das“, sagt er. „Und wer weiß, vielleicht lässt er sich irgendwann auch realisieren.“