Kommentar zur Bebauung am Sumpfweg

Schlechte Berater

Die Pläne für die Bebauung am Sumpfweg in Niederdollendorf sorgen für Gesprächsstoff.

Die Pläne für die Bebauung am Sumpfweg in Niederdollendorf sorgen für Gesprächsstoff.

Niederdollendorf. Wann ist eine Einladung eine Einladung? Bei dieser Frage gehen zurzeit die Meinungen der Bürgerinitiative Rheinaue Königswinter und der Verwaltung auseinander.

Die Initiative lädt alle interessierten Bürger und Bürgerinnen ein. Der Bürgermeister wird zwar gerne schon mal der erste Bürger der Stadt genannt, was aber nichts an der Tatsache ändert, dass die gewählte Formulierung unzureichend ist. Wenn die Initiative gerne gehabt hätte, dass der Bürgermeister oder ein Vertreter der Verwaltung zu ihrer Veranstaltung erscheinen, hätte sie diese auch explizit so einladen müssen.

Gerade weil das Thema delikat ist, ist es wichtig, keine formalen Fehler zu begehen. Nun könnte man der Bürgerinitiative vielleicht zugute halten, dass engagierte Bürger nicht automatisch mit solchen Regularien vertraut sein müssen. Wenn man aber weiß, wer als Berater munter in der Initiative mitmischt, verbietet sich eine solche Entschuldigung.

Da ist zum einen Jörg Pauly, der zeitweise als Mitglied der Fraktion Freie und Linke und zeitweise als fraktionsloses Ratsmitglied in der vergangenen Legislatur vier Jahre lang dem Stadtrat angehörte. Dort fiel er durch großen Fleiß und gute Regelkunde auf, machte sich aber auch durch seine Beiträge keine Freunde. Er ist mit allen Wassern der Kommunalpolitik gewaschen.

Dasselbe gilt für die frühere Sozialdemokratin Ursula Brungs, die ebenfalls in der Bürgerinitiative mitwirkt. Zumindest sie hätten wissen müssen, dass man die Verwaltung schon richtig einladen muss, wenn man sie denn dabei haben will.