Königswinter

Rodungsarbeiten im Park Trillhaase

Bäume müssen der geplanten Bebauung im Park Trillhaase weichen. In fünf Gebäuden werden auf dem Grundstück direkt am Rhein 57 Wohnungen entstehen.

KÖNIGSWINTER. Warum im Park Trillhaase bereits gerodet wird, obwohl der Investor noch keine Baugenehmigung hat, wollte Ratsmitglied Ursula Brungs im Haupt-, Personal- und Finanzausschuss in einer Anfrage wissen.

"Für die Rodung ist keine Genehmigung erforderlich, da der Park nicht im Landschaftsschutzgebiet liegt", erklärte Anya Geider von der Stadtverwaltung. Ob denn inzwischen die wasserrechtliche Genehmigung der Bezirksregierung Köln vorliege, fragte Brungs weiter. Dies sei nicht der Fall, allerdings habe die Behörde die Genehmigung mündlich angekündigt, antwortete Geider.

Daran hängt auch die Baugenehmigung der Stadt. "Wenn die Voraussetzungen vorliegen, müssen wir die Baugenehmigung erteilen", machte sie klar. Die Vermarktung der 57 Wohnungen, die in insgesamt fünf Häusern entstehen sollen, über die Immobilien GmbH der Kreissparkasse läuft seit einiger Zeit.

"Die Nachfrage nach den Wohnungen ist so rege, dass der Vertrieb bereits gestartet wurde. Und die Vielzahl der Anfragen zeigt: Königswinter ist beliebt", teilten die Projektpartner wohn-kreativ Immobilien GmbH (Bad Honnef), ProBonnum GmbH (Bonn) und Pareto GmbH (Köln) bereits vor einigen Wochen mit.

Das gleiche Konsortium setzte bereits das Projekt im nahe gelegenen Lemmerzpark um, wo ein Neubaukomplex mit insgesamt 74 Wohnungen entstanden ist.

Schon seit Mai kündigt ein Schild an der Hauptstraße die bevorstehende Bebauung des 10.400 Quadratmeter großen Parks, in dem einst das Haus des Malers Adalbert Trillhaase stand, an. Zwei Klagen von Anwohnern gegen den Bauvorbescheid der Stadt Königswinter vor dem Verwaltungsgericht Köln wurden zurückgezogen.