Jugenddorf Christophorusschule

Generalprobe für Hirotaka Aisawa-Konzert in Japan

Gelungene Generalprobe für Japan: Hirotaka Aisawa (Violine) und Leopoldo Lipstein (Klavier) in der CJD-Aula.

KÖNIGSWINTER. Hirotaka Aisawa und Leopoldo Lipstein wollen den Helfern der Fukushima-Katastrophe in Japan mit einem Konzert danken. Die Generalprobe fand in der Aula der Jugenddorf Christophorusschule Königswinter statt.

Violinist Hirotaka Aisawa wohnt in Bad Honnef, stammt aber gebürtig aus Kusatsu in Fukushima - jenem Ort in Japan, der seit dem vergangenen Jahr unter den Folgen des verheerenden Erdbebens und der daraus resultierenden Atomkatastrophe leidet. Tausende verloren ihr Heim. "Meine Mutter wurde evakuiert", berichtete Aisawa.

Nun will er gemeinsam mit Panist Leopoldo Lipstein den Helfern vor Ort mit einem Kammerkonzert danken. Als Generalprobe gaben die Musiker das Konzert mit dem Titel "Tokyo Tango" in der Aula der Jugenddorf Christophorusschule Königswinter, bevor sie sich auf den Weg nach Japan machen.

Die beiden Herren im edlen Frack mit ihren klassischen Instrumenten schienen so gar nicht in die Schulaula zu passen. Doch kaum begannen sie zu spielen, tat sich dem Publikum die Welt ihrer Musik auf, die ganz unabhängig vom Ambiente war. In Beethovens Sonate Nr. 1 in D-Dur (Opus 12-1) und hier im Allegro con brio griff aus Hirotaka Aisawas Violinenspiel die Lebhaftigkeit förmlich auf die Zuhörer über.

Der Violinist lebte mit, kniete beim Spiel und wand sich mit der Intensität seiner Musik. Und Lipsteins Finger sprangen gazellenhaft über die Tasten. Der Pianist konnte auch mit einem Solo, Liszts Ungarischer Rhapsodie Nr. 2, sein Können beweisen. Dabei schien er sogar in die fröhlichen Momente eine ungeheure Tragik zu legen. Bei der "Histoire du Tango" von Astor Piazzolla, die dem Konzertabend den Namen gab, konnten er und Aisawa zudem ihr gesamtes Können zur Schau stellen.

Typisch Tango: So steckte das Concerto voller Aufregung, Dramatik, Glücksmomente, dann folgte die Entspannung nach dem Exzess. All dies brachten die Musiker in großer Form auf die Bühne. Das Publikum belohnte mit viel Applaus und Zugabe-Forderungen.