Kommentar zum Bauvorhaben am Sumpfweg

Auf dem Holzweg

Rund 200 Besucher nahmen an der Versammlung der Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Sumpfweg-Areals Teil.

Rund 200 Besucher nahmen an der Versammlung der Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Sumpfweg-Areals Teil.

Königswinter. Die große Resonanz auf die Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative gegen die Sumpfweg-Bebauung zeigt, wie sehr das Thema Teile der Bevölkerung offensichtlich beschäftigt. Das ist erst einmal als Erfolg der Initiatoren zu werten.

Wenn die Kritiker der Verwaltung allerdings vorwerfen, sich allem gegenüber verpflichtet zu fühlen, nur nicht dem Bürger, und dabei das Wort Korruption in den Mund nehmen, dann verlassen sie die Basis einer seriösen Diskussion. Man könnte auch sagen: Dann haben sie demokratische Abläufe nicht verstanden.

Wenn man jemandem die Verantwortung geben kann, die Bebauung am Sumpfweg möglich gemacht zu haben, dann den Teilen der Politik, die der Änderung des Bebauungsplans zugestimmt und somit Baurecht geschaffen haben. Aufgabe der Verwaltung war und ist es lediglich, die Beschlüsse der Politik umzusetzen und diese mit den notwendigen Informationen zu versehen, um Entscheidungen treffen zu können.

Natürlich kann man den damaligen Beschluss, an dem Bebauungsplan festzuhalten, im Rückblick für falsch halten und der Argumentation der Hochwasserexperten folgen. Aber dann muss man auch sagen, welche Konsequenzen eine Ablehnung des Bauantrags für die Stadt Königswinter wahrscheinlich haben würde. Möglicherweise Entschädigungsansprüche des Investors in Millionenhöhe.

Um eine breite Information der Interessierten zu gewährleisten, wäre es hilfreich gewesen, wenn die Verwaltung wenigstens eine Einladung zu der Veranstaltung erhalten hätte und nicht nur die Politik. Wenn die Politiker klug sind, werden sie daraus die richtigen Rückschlüsse ziehen.