Drachenfels in Königswinter

Anker im Berg sind sanierungsbedürftig

Die Anker aus Beton halten den Berg zusammen.

Die Anker aus Beton halten den Berg zusammen.

Königswinter. Zwei der Metallstangen, die den Gipfel des Drachenfels zusammenhalten, sind in keinem guten Zustand. Zeitpunkt der Sanierung ist noch unklar.

38 Anker halten die Spitze des Drachenfels zusammen. In den 70er Jahren waren die bis zu 40 Meter langen Metallstäbe durch den Berg getrieben worden, um weitere Steinabbrüche zu verhindern. Jetzt sind zwei sanierungsbedürftig.

Die Anker werden regelmäßig auf ihre Belastbarkeit geprüft. Doch während bislang die Messungen bei den Überprüfungen keine ungewöhnlichen Daten zutage förderten, hat sich das in den vergangenen beiden Jahren offenbar verändert. „Wir haben durch das Monitoring festgestellt“, so Udo Kotzea von der Bezirksregierung Köln, „dass es zwei Träger gibt, die wir kritisch ins Auge nehmen müssen.“

Was umgekehrt nicht bedeutet, dass nun direkte Einsturzgefahr besteht. „Aber wenn einer oder beide reißen, dann müssen die anderen die Last mittragen“, so Kotzea. Und das würde dann tatsächlich die Statik gefährden. Daher habe man sich bereits vor einiger Zeit entschlossen, die Sanierung der beiden Anker in absehbarer Zeit in Angriff zu nehmen. Nun will man die Sperrung und die Felssicherung nutzen, um auch die beiden Anker zu ertüchtigen.

Hans Peter Lindlar, Vorsitzender des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge, ist für diese Maßnahme sehr dankbar. „Es ist für den Naturpark wichtig, dass wir auch die nächsten 40 Jahre Sicherheit am Drachenfels haben.“ Denn würde ein Träger ausfallen, dann müsste auch das Plateau gesperrt werden.

Wann genau die Arbeiten, für die unter anderem ein Gerüst am Berg unterhalb der Ruine aufgebaut werden muss, stattfinden, ist allerdings noch unklar. „Da wir ja hier im Flora-Fauna-Habitat-Gebiet sind, muss man das sehr pfleglich machen“, so Lindlar, und in Absprache mit allen Beteiligten. Man bemühe sich, die Maßnahmen „möglichst zügig umzusetzen“, sagt Kotzea. Allerdings seien derzeit „einfach noch einige Fragen zu klären“.