Initiative Wirtschaft zieht Bilanz

Spenden für Blumenaktion in Bad Honnef benötigt

Ein Hingucker: Das Bouquet an der Linzer Straße.

Ein Hingucker: Das Bouquet an der Linzer Straße in Bad Honnef.

Bad Honnef. Die Initiative Wirtschaft für Bad Honnef hat Bilanz über das vergangene Vereinsjahr gezogen. Diese machte sowohl deutlich, wie wichtig Spenden für das Projekt "Blühendes Bad Honnef" sind, hielt aber auch durchaus Überraschendes bereit.

Und wieder einmal ist es geschafft: Alle Blumentöpfe hängen, die Bouquets an den Ortseingängen in Rhöndorf sowie im Süden sind bestückt. Die ersten Runden mit dem Pritschenwagen, von dem aus die Pflanzen mit Wasser und Düngemittel versorgt werden, sind längst absolviert. Kurzum: Die blühende Pracht wächst und gedeiht – Zeit für die Akteure der Initiative Wirtschaft für Bad Honnef, das zurückliegende Vereinsjahr Revue passieren zu lassen und einen Ausblick zu geben. Dazu gehören allem voran der Kassensturz und die Budgetplanung. Schließlich steht und fällt das Projekt „Blühendes Bad Honnef“ mit der Unterstützung durch Spender und Sponsoren. Und da heißt es in jedem Jahr aufs Neue, die Werbetrommel zu rühren.

„Wir haben mittlerweile eine große Routine“, sagt Diether Habicht-Benthin, Vize-Vorsitzender des Vereins, bezogen auf Vorbereitung und Durchführung der Aktion. Die sorgt seit Jahren für schöne Hingucker an den Laternen, in der Summe in diesem Jahr wieder mit 184 der speziellen Pflanztöpfe und mehr als 2000 Geranien, die Gärtnermeister Josef Welsch im Gewächshaus vorgezogenen hat. Gemeinsam mit Vorsitzendem Konrad Löcherbach und Geschäftsführer Klaus Eckenroth stellte Habicht-Benthin jetzt die Bilanz der vergangenen Monate vor.

Spenden für Aktion nötig

Und die hielten durchaus Überraschendes bereit. Zum einen: Von der Bad Honnef AG konnte die Initiative gegen Spendenquittung den Pritschenwagen übernehmen, der, versehen mit einem Wassertank, bei den Gießeinsätzen zum Einsatz kommt. Zugleich gilt damit: Versicherung und Unterhaltung des Wagens gehen neu ebenfalls auf das Konto der Initiative, die alleine für einen Gießeinsatz rund 350 Euro an Personal- und Materialkosten aufbringen muss – und der trockene Sommer 2018 und der ebensolche Start in die Blühzeit 2019 steuern ihr Übriges bei, die Kosten in die Höhe zu treiben. Zum anderen: Mit der Fusion der Spar- und Darlehnskasse Aegidienberg sei in jüngerer Zeit ein größerer Sponsor weggefallen, so Habicht-Benthin. Damit die Blumen auch am Aegidiusplatz wieder blühen, sprang allerdings der ansässige Gewerbeverein ein.

Unter dem Strich sieht es finanziell so aus: Knapp 14 000 Euro konnten an Spenden eingenommen werden, so Eckenroth. Auf rund 7000 Euro summierten sich Pflanzen und Bepflanzung. Abzüglich aller Ausgaben, darunter neu rund 3500 Euro für Tüv, Versicherung & Co. des Autos, bestehe derzeit eine Unterdeckung von rund 6600 Euro, so Eckenroth. Dazu habe des weiteren beigetragen, dass – nach Jahren des Einsatzes bei Wind und Wetter – auch die Töpfe mehr als bisher gewartet werden mussten. Schrauben und Gewinde waren durch die Dauerbeansprung bei Ab- und Aufbau teils schadhaft; um den Aufwand für die kommenden Jahre möglichst gen Null zu führen, wurden die Plastikgewinde und Stahlschrauben ab Werk durch rostfreie Modelle ersetzt.

„Zum Wackeln bringt uns das nicht“, zog Habicht-Benthin Bilanz der Finanzen. Gleichwohl: Große und kleine Spenden seien auch aktuell wieder nötig, um das blühende Band 2020 aufrecht zu erhalten. Oder es gar, wie etwa am jüngst fertig sanierten Teilstück der Linzer Straße, noch auszubauen. Auch im Jahr des Beethovenjubiläums, in dem auch in Bad Honnef Veranstaltungen stattfinden, seien die Blumen ein zusätzlicher Werbeeffekt für die Stadt, ist die Initiative überzeugt. Ganz oben auf der Wunschliste stehe auch, das Engagement in Rhöndorf auszuweiten.

200.000 Krokusse sollen gepflanzt werden

„Ich ziehe wirklich den Hut, wie viele private Spender uns immer wieder unterstützen“, so Eckenroth. Das drücke mehr als alles andere die Wertschätzung für das Projekt aus, ist auch Löcherbach überzeugt. Habicht-Benthin: „Das zeigt die positive Resonanz der Öffentlichkeit.“ Jede noch so kleine Spende helfe, das Projekt am Leben zu erhalten.

Das zweite Projekt der Initiative geht im Herbst ebenfalls ungemindert in seine nächste Runde. Auf einer Referenzfläche im Honnefer Süden, auf einem der Linzer Straße zugewandten Teil des Friedhofes, werden im Herbst rund 200.000 Krokusse gepflanzt. Die Finanzierung dieser Aktion sei durch Sponsoring schon gedeckt.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Initiative Wirtschaft.