Ökumenisches Projekt in Bad Honnef

Kirchengemeinden verschenken Schulranzen

Ein Ranzen für jedes angehende Schulkind: Dafür setzen sich die Vertreter der Kirchengemeinden ein.

Ein Ranzen für jedes angehende Schulkind: Dafür setzen sich die Vertreter der Kirchengemeinden ein.

BAD HONNEF. Die Kirchengemeinden beider Konfessionen in Bad Honnef-Tal stiften bedürftigen Kindern Schulranzen für den Start in den neuen Lebensabschnitt. Das ökumenische Projekt besteht bereits seit zehn Jahren.

Diesmal waren die Bären als Motiv Favorit. Seit 2009 gibt es die Schulranzenaktion als ökumenisches Projekt der Kirchengemeinden in Bad Honnef-Tal, um jedem i-Dötzchen mit einer Schultasche nach Wunsch den Start in den neuen Lebensabschnitt zu ermöglichen. Nachdem in den vergangenen neun Jahren die Kindertagesstätten jeweils 20 bis 32 Ranzen für von ihnen ausgewählte Kinder erbaten, waren es in diesem Jahr 16. Die Mädchen und Jungen konnten sich ihren Lieblingsranzen selbst aus Prospekten auswählen. Ihre Vorstellungen wurden dann ohne persönliche Angaben an den ökumenischen Arbeitskreis weitergegeben.

Auf rosa oder blauem Untergrund wimmelte es diesmal von Bären – da gab es alles, vom Feenzauberbär über den RambazamBär bis zum Schlaubären. Aber auch Flamingos, Schmetterlinge, Blumen, Dinos oder Rennautos waren als Dekoration zu finden, als die Schulranzen nun von Walter Löbach, Geschäftsführer von Schreibwaren Retz, an der Erlöserkirche Vertretern der Honnefer Caritas sowie der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Honnef übergeben wurden, die diese Aktion gemeinsam finanzieren.

Pastor Michael Ottersbach, Diakon Franz Gunkel, stellvertretend für die Caritas gesamt Bad Honnef, Petra Quast von Sankt Martin, Karin Käufer von Sankt Marien und Hiltrud Bennemann vom ökumenischen Arbeitskreis als Organisatorin der Ranzenaktion sowie Pfarrerin Britta Beuscher und Pfarrer Uwe Löttgen-Tangermann von der evangelischen Seite nahmen die Schultaschen in Empfang, um sie dann an die Kindergärten weiterzuleiten.

Einen Gutschein gibt es obenauf

Löbach stellt jedes Jahr Ranzen, Mäppchen und Turnbeutel sorgfältig zusammen und legt jedem Ranzen einen Einkaufsgutschein bei. Außerdem wird jedes Kind in seinem Tornister einen bunt bebilderten Brief vorfinden, der mit „Liebes Schulkind“ beginnt und einiges über das Abenteuer des Lernens erzählt. Alle Honnefer Pfarrer wünschen in diesem Schreiben einen guten Schulstart und viel Freude beim Lernen.

Der Beweggrund für diese Aktion: „Armut, Not und Ausgrenzung sind leider immer noch Themen in unserer Gesellschaft – mal mehr, mal weniger sichtbar. Dem möchte die Schulranzenaktion abhelfen, denn als Christen haben wir von Jesus Christus gelernt: Jeder Mensch, groß oder klein, arm oder reich, ist gleich viel wert und wird von ihm geliebt. Jedes Talent ist eine Gabe Gottes und will anerkannt und schon früh gefördert werden.“ Die angehenden Schulkinder können sich nun noch viel mehr auf ihren Schulanfang freuen.