Dachmarke für Bad Honnef

Imagefilm über Honnef mit ganz viel Gefühl

Blick auf die Heimat: Vater und Sohn am Ulanendenkmal im neuen Imagefilm für die Stadt Bad Honnef. BILD: SCREENSHOT IMAGEFILM

Blick auf die Heimat: Vater und Sohn am Ulanendenkmal im neuen Imagefilm für die Stadt Bad Honnef. BILD: SCREENSHOT IMAGEFILM

Bad Honnef. Seit Freitag steht der neue Imagefilm der Stadt Bad Honnef online. GA-Mitarbeiter Alexander Hertel hat sich das Video für uns kritisch angesehen.

„Es war einmal ein junger Mann. Ein Ewigsuchender würde er bleiben, sagten die Leute über ihn. Unentschlossen, wo er hin will. Unentschlossen, wo er bleiben möchte.“ Mit diesen Worten beginnt die Geschichte, die ein Vater seinem Sohn erzählt. Die beiden sitzen am Ulanendenkmal in Rhöndorf, schauen in Richtung Rhein. Die Szene ist zugleich der Start des neuen Imagefilms für die Stadt Bad Honnef, der wiederum als Teil einer neuen Dachmarke am Freitag online gegangen ist.

Der knapp dreiminütige Film stimmt auf die Kampagne ein, die Ende August mit einem Fest gipfeln wird. „Objekte, die keine Emotionen auslösen, sind für das Gehirn de facto wertlos“, hieß es dazu schon bei der Vorstellung des Zeitplans zur Einführung der Dachmarke. Und diesem Motto bleibt auch das Video treu.

Die Geschichte des jungen Mannes, des Vaters und seines Sohnes zielt darauf ab, Emotionen auszulösen. Und so dürfte manch einer es als berührend ansehen, wie der Wanderer nach langer Suche schließlich „etwas fand, wonach sich sein Herz schon lange sehnte.“ Dieses Etwas, an dem der Ewigsuchende ankam und schließlich blieb, ist „der sagenumworbene Ort“ Bad Honnef. Für die Extraportion Emotion gibt am Ende des Videos eine schöne Wendung, wenn gewissermaßen eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart geschlagen wird. Neben dem Inhaltlichen vermittelt auch die Ästhetik des Films ein Gefühl des Ankommens. Das Tempo ist gediegen, das Geschehen beruhigt, die Kameraführung ebenso. Detailaufnahmen lassen Bad Honnef zunächst nur erahnen, schließlich erkennen. Viele Einstellungen in Zeitlupe entschleunigen das Geschehen, das Stilmittel hebt die gezeigten Orte noch einmal heraus. Naturgeräusche sowie sanfte Piano- und Geigenklänge unterstreichen die Intention der Macher auch auf der Klangebene.

 

Emotionen dürfte das Video in jedem Fall auslösen. Wie es bei den Honnefer Bürgern ankommt, wird sich zeigen. Doch die auf die Punkt gebrachte Geschichte und die konsequente Erzählweise und Ästhetik bescheinigen professionelle Machart, zeigen die Handschrift der Filmemacher. Es bleibt abzuwarten, was im Rahmen der Kampagne als nächstes auf der Agenda steht.