Physikzentrum Bad Honnef

Gästehaus für fünf Millionen Euro

Große Baustelle: Die Ausmaße des neuen Gebäudes sind bereits gut zu erkennen. FOTOS: FRANK HOMANN

Große Baustelle: Die Ausmaße des neuen Gebäudes sind bereits gut zu erkennen.

BAD HONNEF. Der Geschäftsführer der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), Bernhard Nunner, hat gestern Nachmittag mit Mitstreitern den Grundstein für das neue Gästehaus des Bad Honnefer Physikzentrums gelegt.

Bis zum Herbst kommenden Jahres soll der L-förmige Gebäudekomplex an der Straße Meßbeuel fertig sein. Das Versenken der Zeitkapsel fand am Rande der Baustelle statt, denn die Bauarbeiter gossen gerade die Bodenplatte für die unter der Herberge geplante, quadratische Tiefgarage. Darüber werden bis zum nächsten Herbst auf zwei Geschossen 40 Einzelzimmer entstehen.

Im Gegenzug wird sich zur Hauptstraße hin eine Grünfläche erstrecken, wo heute noch die Gäste ihre Autos parken. "Das Tagungszentrum wird für lange Zeit in Bad Honnef bleiben", sagte der sichtlich erfreute DPG-Präsident Edward Krubasik. Die Wilhelm-und-Else-Heraeus-Stiftung stellt für das Gästehaus mehr als fünf Millionen Euro zur Verfügung, damit "alle, die an den Seminaren im Physikzentrum teilnehmen, im Physikzentrum wohnen können", sagte deren Vorstand Joachim Treusch.

Hintergrund für den Neubau ist eine umfassende Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Haupthauses. Vor elf Jahren hat es einen neuen Hörsaal bekommen. Zwischen 2010 und 2012 ist im Inneren mit Blick auf den Brandschutz eine neue Treppe eingebaut worden. Der Jugendherbergscharme mit kleinen Zimmern und gemeinsamen Waschräumen ist verschwunden, jedes Zimmer erhielt eine Nasszelle. Dadurch entfielen 40 Zimmer, die durch die Erweiterung wieder hinzukommen. Grundlage für die Investitionen im Millionenbereich war ein Vertragsabschluss mit der Bonner Universität, der eine Nutzung des Treffpunktes für Wissenschaftler für die nächsten 30 Jahre festschreibt.