17.391 Stunden im Dienst

Feuerwehr von Bad Honnef zieht Bilanz

Starke ehrenamtliche Leistung: Die Mitglieder der Honnefer Feuerwehr bei ihrer Versammlung im Rathaus.

Starke ehrenamtliche Leistung: Die Mitglieder der Honnefer Feuerwehr bei ihrer Versammlung im Rathaus.

Bad Honnef. Mehr Einsätze bei Sturm- und Wasserschäden, mehr technische Hilfeleistungen, aber auch eine gute Nachwuchsarbeit verzeichnet die Freiwillige Wehr der Stadt Bad Honnef. Bei der Jahresversammlung gab es zahlreiche Beförderungen und Ehrungen.

Eine starke Truppe, in der Tat: 132 Aktive gehören zurzeit zur Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Honnef. Beachtlich ist auch die Zahl der Stunden, die die Löschgruppen erneut im Dienst der Allgemeinheit unterwegs waren. Auf 17 391 Stunden und 58 Minuten für Ausbildung, Einsätze und Sicherheitswachen kamen die Wehrleute in den ersten zehn Monaten dieses Jahres.

„Die Wehr hat wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, dass sie zur Stelle ist“, so Bürgermeister Otto Neuhoff an die Adresse der Einsatzkräfte, die sich zur Jahresversammlung getroffen hatten. Dies gelte zumal in einer Zeit, da „eine Verrohung der Sprache und des Handelns“ um sich greife und selbst Retter vor Angriffen nicht verschont blieben. Neuhoff: „Es ist nicht hoch genug einzuschätzen, dass es Menschen gibt wie sie, die uneigennützig für die Gemeinschaft zur Stelle sind.“

Umso erfreulicher auch das: Nicht nur die Jugendfeuerwehr um Chefin Patricia Wiesel mit aktuell 38 Mitgliedern sorgt dafür, dass motivierte Nachwuchskräfte heranwachsen, berichtete Feuerwehrchef Frank Brodeßer. Allein vier bisherige Mitglieder der Jugendfeuerwehr wurden in die aktive Truppe übernommen.

Neue Aufgaben und neue Mitglieder

22 aktive Mitglieder haben erfolgreich am ersten Teil der Grundausbildung teilgenommen oder sie komplett absolviert – „darunter auch zahlreiche Quereinsteiger“, so Brodeßer, der zugleich auf die erfolgreiche Nachwuchswerbung etwa bei Veranstaltungen und die Bedeutung der Außendarstellung der Wehr hinwies.

Die Beförderungen übernahm Brodeßer gemeinsam mit Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg, der die sich ändernden Herausforderungen für die Feuerwehren betonte. „Den Großteil des Katastrophenschutzes übernehmen wir und machen uns da selber keinen Kopf drum“, sagte Engstenberg.

Zugleich aber gelte, und die Ereignisse der jüngeren Vergangenheit hätten es gezeigt: Wetterphänomene wie Starkregen und Dürre stellten die Wehren vor zusätzliche Aufgaben – und nähmen die Verantwortlichen in den Kommunen in die Pflicht, Ausstattung und Ausbildung dem anzupassen. Als gutes Signal wertete er, dass eine eigene Ausbildungsstätte auf Kreisebene eingerichtet werden solle; Gelder dafür sollten in den Kreishaushalt eingestellt werden. Engstenberg: „An Personal und entsprechender Ausbildung darf man nicht sparen.“ Die Weichen in Bad Honnef seien gut gestellt, wofür unter anderem auch das Engagement des Stadtfeuerwehrchefs für eine kreisweite Übung an der ICE-Strecke im kommenden Jahr spreche. „Ich danke Frank Brodeßer, dass er da vorangeht und alle anderen Wehrführer mitzieht.“