Musik zum Tanzen und Schwelgen

Unkel feiert das Festival "Ars Fontana"

Spontanes Intermezzo: Diese beiden Festivalbesucher packten auf dem Willy-Brandt-Platz die Blues-Harp aus.

Spontanes Intermezzo: Diese beiden Festivalbesucher packten auf dem Willy-Brandt-Platz die Blues-Harp aus.

UNKEL. Der Besucherandrang war groß beim "Ars Fontana" in Unkel. Zum achten Mal fand das Straßenmusikfestival bereits statt.

Mit „Sieben Stunden Livemusik“ hatten Cheforganisator Michael Hommerich und Sohn Emanuel für das achte Straßenmusikfestival „Ars Fontana – Musik in Unkeler Gassen“ geworben – und nicht zu viel versprochen. Diverse Bands und Künstler erzeugten einen Klangteppich aus vielen Musikstilen und lockten das Publikum an. Das konnte erstmals mit dem Erwerb von Ansteckern das Umsonst-und-draußen-Festival unterstützen, das 2011 zur 1125-Jahr-Feier der Stadt Premiere feierte. Der Button sei auch ein Bekenntnis zur Kulturstadt Unkel, so Hommerich.

Allerdings konzentrierte sich das Geschehen auf zwei Bühnen auf dem Willy-Brandt-Platz. Dort eröffnete die Band „Greenberg“ das Festival mit Acustic Rock. „I Hear You Knocking“, sang Ralf Reichenberg alias Ray Greenberg, den Michael Hommerich, Bandchef Christoph Bourael und Wilhelm Werner instrumental unterstützten. Zwar konnte Reichenberg den Titelwunsch „Highway to Hell“ einer Besucherin nicht erfüllen, aber er hatte „Under the Bridge“ von den Red Hot Chili Peppers, „Breaking the Law“ von Judas Priest oder Nat King Coles „Route 66“ im Repertoire und sorgte mit Marius Müller-Westernhagens „Liebling lass uns tanzen“ und Chuck Berrys „Bye, bye“ für Stimmung.

Leisere Töne erklangen dann auf der Bühne vor der „Löwenburg“, wo Astatine, die in Bonn-Muffendorf lebende Rumänin Ana Maria Leistikow, und der russische Gitarrist Vlad Vashchenko Jazz und Swing, aber auch Samba servierten. Duke Ellingtons Liebeslied „I Let a Song Go out of my Heart“, „Ain't Misbehavin'“ und Georges Gershwins „Summertime“ aus „Porgy and Bess“, Cole Porters „You'd Be So Nice to Come Home To“ und Duke Ellingtons „That's what I'm here for“ ließen die Zuhörer schwelgen. „Das ist eine wunderschöne Kulisse hier und Ihr seid ein tolles Publikum“, schwärmte Astatine.

Das Duo King's Tonic lockte mit breit gefächertem Coversong-Programm auf den Willy-Brandt-Platz und spielte Stücke von James Blunt, James Mean und anderen. Während die beiden Musiker noch baten „Tanz mit mir“ und befahlen „Aufgepasst und stillgestanden!“, hatten die Bonner „Backstore Boys“ schon ihr Equipment vor der „Löwenburg“ aufgebaut. Sie präsentierten dem „Ars Fontana“-Publikum Swing und Jazz.

„Ich bin sicher, dass wir für jeden Musikgeschmack etwas zu bieten haben“, kommentierte Festivalorganisator Michael Hommerich hochzufrieden den Besucherandrang.