Wein- und Heimatfest Unkel

Für die Burgundia erfüllt sich ein Kindheitstraum

Der Festumzug ist stets der Höhepunkt des Wein-und Heimatfestes in Unkel.

Der Festumzug ist stets der Höhepunkt des Wein-und Heimatfestes in Unkel.

Unkel. Hannah I. (Rechmann) steht beim Festzug des Wein- und Heimatfest im Zentrum. Zahlreiche Besucher säumen am Sonntag die Straßen der Stadt, um diesen Höhepunkt der Feierlichkeiten mitzuerleben.

Perfekte Bedingungen: Bei bestem Wetter machten sich die Teilnehmer des Festzuges, in ihrem Zentrum Weinmajestät Burgundia Hannah I., am Sonntagmittag auf den Weg. Der Applaus der vielen Zuschauer war ihnen garantiert, so bunt, so abwechslungsreich präsentierte sich dieser Festzug. Zu diesem Zeitpunkt lagen schon zwei Tage hinter den Gästen, die es sich beim Unkeler Wein- und Heimatfest gut gehen ließen.

Weindorf auf dem Willy-Brandt-Platz

„Ein Tröpfchen hier, ein Schlückchen – ja, des Weines wegen sind wir da. Mit einem Glas Wein in Unkel am Rhein einfach fröhlich sein. Nun hebt das Glas zum Toast. Eure Burgundia Hannah I. – Prost“, forderte die Unkeler Weinkönigin aus dem Hause Rechmann die Gäste der Kulturstadt am Samstagnachmittag auf. Kurz zuvor war sie, eskortiert von den Offizieren der Scheurener und Unkeler Junggesellen auf dem Willy-Brandt-Platz eingezogen, der sich in ein gemütliches Weindorf verwandelt hatte. Vor dessen großer Bühne übergab die Burgundia des Vorjahres, Klara I. (Thelen), Stadtbürgermeister Gerhard Hausen das Zepter der Weinkönigin, mit dem dieser wiederum dann Hannah I. inthronisierte.

Höhenfeuerwerk am Rheinufer

Offiziell eröffnet hatte Hausen das Wein- und Heimatfest bereits am Abend zuvor, nachdem er mit der noch amtierenden Burgundia und zahlreichen Weinköniginnen der Region auf dem Festplatz eingezogen war. Die Band „Barbados“ sorgte am Eröffnungsabend bis Mitternacht für Stimmung, am Samstag spielte das Blasorchester Bruchhausen auf. Die Band Tropicals war ebenfalls mit von der Partie, und das Feuerwerk am Samstag ist sowieso jedes Jahr ein Höhepunkt.

„Es ist schön, unser Wein- und Heimatfest zusammen mit Freunden aus unserer Partnerstadt feiern zu können“, begrüßte Hausen auch die Kamener um deren neue Bürgermeisterin Elke Kappen. Hausens besonderer Willkommensgruß aber galt der neuen Burgundia mit ihren Weinprinzessinnen, Maria Rechmann und Kristina Schlu, und der Ex-Burgundia mit den Weinprinzessinnen Johanna Boendgen und Marie Thelen. „Ihr habt unserer Stadt mit all ihrem Charme, ihrer Attraktivität und ihrer Lebensfreude sichtbaren Ausdruck verliehen“, so Hausen.

Mutter und Großmutter waren schon Weinköniginnen

„Mit meiner Berufung zur Burgundia ist ein Kindheitstraum Wirklichkeit geworden“, schwärmte Hannah I., die damit in die Fußstapfen von Mutter Anita trat. Diese war vor 25 Jahren Rhöndorfer Weinkönigin. Großmutter Hildegard war vor 55 Jahren in Unkel Weinkönigin. Dem Niedrigwasser geschuldet, wurden die Weinmajestäten ausnahmsweise in einem Motorbötchen zum Bootsanleger geschippert.

Junggesellen bilden Spalier

Durch das Spalier der Offiziere der Junggesellenvereine schritt das Trio zum Prunkwagen. Den Gästen am Zugweg zuwinkend und -prostend folgte die Burgundia den Ziegenhirten der Unkeler Kita, der „Neuen Lese“ der Grundschule, den „Herzblättchen“-Winzerinnen sowie den Küfern der KG. Honoratioren vergangener Tage hatte der Geschichtsverein sozusagen zum Leben erweckt. Im Cabriolet war Silber-Weinkönigin Petra Neubarth dabei, gefolgt von den „Barhockern“, kleinen Pantaleon-Winzern und Gärtnern.