Folgen der Trockenheit

Dahlien in Erpel sind zu Stroh verdorrt

Dank Blumenlieferanten gesichert: Der berühmte farbenfrohe Korso findet im September statt – auch wenn aktuell die Dahlien in Erpel wegen der Hitze die Köpfe hängen lassen.

Dank Blumenlieferanten gesichert: Der berühmte farbenfrohe Korso findet im September statt – auch wenn aktuell die Dahlien in Erpel wegen der Hitze die Köpfe hängen lassen.

Erpel. Der „Tag der Dahlie“ in Erpel Ende August musste abgesagt werden. Der Blumenkorso zum Weinfest im September ist aber nicht gefährdet.

Sie ist auf den Hochebenen Mexikos und Guatemalas heimisch und doch ist es ihr aktuell auch in Deutschland zu warm – die Rede ist von der Dahlie. Die Pflanze mit der üppigen Blüte ist der Star vieler Veranstaltungen in Erpel und bringt beim Blumenkorso zum Weinfest Besucher aus der ganzen Region zum Staunen. Hitze und Trockenheit machen den Dahlien allerdings zurzeit arg zu schaffen.

Die Folge: Der für Ende August angesetzte „Tag der Dahlie“ im Erpeler Blumentälchen muss ausfallen. „Infolge der aktuellen Hitzewelle ist es uns nicht möglich, die Veranstaltung stattfinden zu lassen“, so Holger Walbrück von der Initiative „Erpel – das Blumenkorso-Dorf am Rhein“.

Wie Walbrück erklärt, haben die Dahlienpflanzen unter dem Wetter der letzten Wochen sehr gelitten: „Laub und Blüten sind verbrannt und bieten keinen schönen Anblick.“ Und da die Wettervorhersage für die kommenden Wochen keine größeren Regenmengen verspricht, könnten die Blumen in absehbarer Zeit keine neuen Blüten bilden.

Gärtner kommen mit dem Gießen nicht hinterher

Auf rund 2500 Quadratmetern stehen die Dahlienpflanzen in Erpel und werden täglich bewässert. „Doch man kommt wirklich nicht hinterher. Es ist so warm, dass die Pflanzen das Wasser gar nicht richtig aufnehmen können“, so der Blumenexperte weiter. Eigentlich zeigen sich die Dahlien gerade im August in voller Pracht und Blüte, „doch im Moment ist nur Stroh und Dürre zu sehen“.

Erpel hat sogar zwei eigene Dahlien-Züchtungen namens „Herrlichkeit Erpel“ und „Erpeler Ley“. Die beiden Sorten wurden beim Weinfest 2014 getauft. Diese Taufe gab den Anstoß zur Gründung der Initiative „Erpel – das Blumenkorso-Dorf am Rhein“. Und seitdem engagieren sich deren Mitglieder dafür, dass die Dahlie, aber auch die Kletterpflanze Clematis, nicht nur am Tag des Blumenkorsos öffentlich mehr in Erscheinung tritt.

Freunde des Weinfestes, das am Sonntag, 16. September, stattfindet, müssen aber nicht besorgt sein: „Die Blumen aus unserer eigenen Züchtung machen oft nur einen kleinen Teil für die Wagen und Gestecke aus. Für die großen Flächen bekommen wir Dahlien in entsprechenden Mengen und Farben geliefert“, beruhigt Holger Walbrück.

Bis dahin könnten sich aber auch die heimischen Exemplare wieder erholt haben: „Das neue Bilden von Blüten geht bei der Dahlie eigentlich unglaublich schnell. Von einem auf den anderen Tag explodiert sie und ist in voller Blüte“, schwärmt der Hobbygärtner. Blumenfreunden rät er bis dahin dringend: „Wenn es irgendwie die Möglichkeit gibt, sorgen Sie für ausreichend Schatten und Bewässerung.“

Mehr Infos zur Initiative unter www.blumenkorsodorf.de.