Willy-Brandt-Forum in Unkel

Brandt und die Freiheit der Kunst

Besonderer Stoff: Forum-Geschäftsführer Rudolf Rupperath (l.) und Klaus-Henning Rosen mit Stücken des metallisierten Gewebes.

Besonderer Stoff: Forum-Geschäftsführer Rudolf Rupperath (l.) und Klaus-Henning Rosen mit Stücken des metallisierten Gewebes.

Unkel. Das Museum "Willy-Brandt-Forum" in Unkel dokumentiert das Verhältnis zwischen Willy Brandt und dem Künstler Christo mit Erinnerungsstücken und signierten Fotos.

Als der Künstler Christo am 20. Januar 1977 auf Willy Brandt traf, hatte er schnell einen Sympathisanten für sein Projekt „Verhüllter Reichstag“ gewonnen. „Mir hat an Willy Brandt immer gefallen, dass er andere ihre Sachen machen ließ“, erinnert sich sein ehemaliger Mitarbeiter Klaus-Henning Rosen.

Im Willy-Brandt-Forum Unkel hat Rosen unter dem Titel „Brandt und Christo – Das Projekt Verhüllter Reichstag“ Erinnerungsstücke zusammengestellt. Signierte Fotos zeigen den lockeren, aber respektvollen Umgang der beiden Persönlichkeiten miteinander.

Bilder von Brandts Besuch am 4. Oktober 1981 im Atelier von Christo und seiner Frau Jeanne-Claude in New York geben weitere private Einblicke in eine besondere Freundschaft. Brandt sah in dem Verhüllungsprojekt eine Chance, einen neuen Denkprozess über den Reichstag anzustoßen.

Die Ausstellung ist bis zum 14. August dienstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet.