Führerscheine und Fahrzeug sichergestellt

Hochzeitsgesellschaft legte A57 bei Köln lahm

Ein Polizist hält eine Polizeikelle.

Ein Polizist hält eine Polizeikelle.

Köln. Die Polizei in Köln ermittelt gegen eine türkische Hochzeitsgesellschaft. Diese soll am Sonntag den Verkehr auf der A57 zum Erliegen gebracht und auf der Fahrbahn gefeiert haben. Auch Kinder saßen in den Autos.

Nur durch Vollbremsungen der nachfolgenden Autos konnte laut Zeugen am Sonntag eine Kollision auf der A57 in Köln verhindert werden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, sollen neun Fahrer einer türkischen Hochzeitsgesellschaft gegen 14.30 Uhr kurz vor der Anschlussstelle Bickendorf den Verkehr zum Erliegen gebracht haben, um auf der Fahrbahn zu feiern. Zeugen berichten laut Polizei von Frauen, die auf der Autobahn tanzten und von Fahrern, die in andere Autos umstiegen. Die Polizei Köln stoppte die zum Teil mit Kindern besetzten Autos nach der Abfahrt von der Autobahn an der Gladbacher Straße und kontrollierte Fahrer und Insassen.

Wegen massiver Gefährdung des Verkehrs ermittelt die Polizei nun gegen die neun Fahrer. Noch vor Ort wurden drei Männern (27, 30 und 30 Jahre alt) und einer Frau (28 Jahre alt) die Führerscheine entzogen. Zwei Fahrer konnten dagegen keinen Führerschein vorzeigen, darunter auch der 25-jährige Fahrer der Braut. Ihnen wurde untersagt, weiterzufahren.

Außerdem wurden die Autos der Hochzeitsgesellschaft untersucht. Dabei stellten Polizisten des "Projekts Rennen" bei einem Auto fest, dass nicht genehmigte technische Änderungen vorgenommen wurden. Sie stellten das Fahrzeug sicher. Auf Videos, die Beteiligte von ihrer Fahrt im Internet-veröffentlichten, sind laut Polizei riskante Überholmanöver und Fahrzeuge mit qualmenden Reifen zu erkennen.

"Gegen derart rücksichtsloses und lebensgefährliches Verhalten im Straßenverkehr gehen wir mit allen rechtsstaatlichen Mitteln vor, die uns zur Verfügung stehen", sagt Werner Gross, Leiter der Direktion Verkehr der Polizei Köln und warnt damit alle Nachahmer.