Zuchterfolg

Bedrohte Tigergeckos erstmals im Kölner Zoo geschlüpft

Köln. Drei Jungtiere des chinesischen Tigergeckos sind nun im Kölner Zoo im Schaubereich zu besichtigen. In der freien Natur ist diese attraktive Gecko-Art vom Aussterben bedroht.

Im Kölner Zoo ist erstmals die Nachzucht der bedrohten chinesischen Tigergeckos gelungen. Die nur in China und Vietnam vorkommenden gestreiften Echsen sind in der Natur durch Lebensraumverlust und unerlaubten Fang für den Tierhandel bedroht. Durch ihre attraktive Färbung sind die Geckos bei Terrarienhaltern sehr beliebt.

Nun sind sie im öffentlichen Schaubereich des Terrariums des Kölner Zoos zu sehen: drei Jungtiere des in der freien Natur bedrohten chinesischen Tigergeckos. Das letzte der drei Tiere schlüpfte Anfang September aus seinem knapp drei Zentimeter großen Ei. Die anderen beiden waren bereits Ende Juli ungewöhnlich früh aus dem Anfang Juli entdeckten Gelege geschlüpft. Sie erfreuen sich aber bester Gesundheit, wie sich die Besucher nun überzeugen können.

Auffällige Zeichnung

Damit weicht der Zoo von seiner bisherigen Praxis ab. Denn die Tierpfleger zogen Jungtiere, die der Kölner Zoo seit 2015 aus Fernost erworben hatte, bislang hinter den Kulissen groß. "Wir fanden diese Geschichte zu spannend, als dass wir sie unseren Besuchern vorenthalten wollten", so ein Zoo-Sprecher.

Die Jungtiere sind mit knapp 9 Zentimetern beim Schlupf bereits relativ groß. Sie unterscheiden sich von den erwachsenen Geckos durch eine Zeichnung aus auffälligen gelblichen Querbändern auf dunklem Grund. Mit zunehmendem Alter wird die Grundfärbung heller und zu den gelben Querbändern kommt ein dichtes Flecken- und Punktemuster hinzu.

Kölner Zoo engagiert in Fernost für den Tigergecko

Der chinesische Tigergecko wurde erst 1999 entdeckt. Aufgrund der Forschungs- und Naturschutzaktivitäten des Kölner Zoos in Vietnam konnte der ursprünglich in China entdeckte Gecko 2006 erstmals auch in Vietnam nachgewiesen werden.