Groß-Demo in Köln

2500 Teilnehmer protestierten gegen EU-Urheberrechtsreform

Große Demo auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln-Deutz gegen den Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform. Mit mehreren Schildern wandten sich einige Teilnehmer gegen die im Vorfeld geäußerten Verdächtigungen, dass der Protest von den großen Internet-Unternehmen wie Google per bots (automatisierte Verteilerprogramme) gesteuert wurde.

Große Demo auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln-Deutz gegen den Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform. Mit mehreren Schildern wandten sich einige Teilnehmer gegen die im Vorfeld geäußerten Verdächtigungen, dass der Protest von den großen Internet-Unternehmen wie Google per bots (automatisierte Verteilerprogramme) gesteuert wurde.

Köln. Am Samstagnachmittag fand in Köln-Deutz eine Großkundgebung mit rund 2500 Teilnehmern statt. Die Bewegung "#SaveYourInternet" hatte dazu aufgerufen, um gegen die neue EU-Urheberrechtsreform zu demonstrieren.

Gegen 13.30 Uhr startete die zweite Kölner Demonstration gegen das neue EU-Urheberrecht. Vom Neumarkt zogen nach GA-Angaben rund 2500 Teilnehmer in Richtung Deutz bis zum dortigen Bahnhofsvorplatz, um dort eine Abschlusskundgebung abzuhalten. Veranstalter war auch dieses mal die Bewegung "#SaveYourInternet".

In den Reden der Abschlusskundgebung wurde immer wieder auch eine Botschaft an den EU-Abgeordneten und Verhandlungsführer im EU-Parlament Axel Voss (CDU) gerichtet, dass er sich stärker "für die Freiheit im Internet" und gegen die Beschneidung dieser Rechte durch den Einsatz von fragwürdigen Algorithmen einsetzen solle.

Viele der Teilnehmer äußerten auch ihren Unmut darüber, dass im Vorfeld Verdächtigungen geäußert wurden, dass die Proteste gegen die Einführung des Artikel 13 des neuen EU-Urheberrechts von den führenden Internetkonzernen wie Google durch die Anwendung von bots (automatisierte Verteilerprogramme) gesteuert würden. Einige hielten dazu entsprechende Schilder hoch mit Aufschriften wie "Ich bin kein bot".

Gegen 16 Uhr wurde die Kundgebung dann friedlich beendet. Nach GA-Informationen planen die Veranstalter, am Samstag, 23. März, in ganz Europa zu weiteren Demonstrationen aufzurufen - vermutlich auch wieder in Köln.