Energie in Remagen

Stadt vergibt Gas-Konzession an die EVM

REMAGEN. Vertrag über die Wegenutzungsrechte für die Erdgasversorgung wird weitere 20 Jahre gültig sein

Die Stadt Remagen hat die Wegenutzungsrechte für die Erdgasversorgung erneut an die Energieversorgung Mittelrhein AG (EVM) übertragen. Den Vertrag unterzeichnete Bürgermeister Herbert Georgi, EVM-Vorstandsvorsitzender Josef Rönz und Jörg Schneider, Leiter des Vorstandsbüro bei der EVM. Der Konzessionsvertrag hat eine Dauer von 20 Jahren und spült der Stadt alljährlich 80 000 Euro in die Kasse.

"Das Angebot der EVM erfüllt die Ziele einer sicheren, preisgünstigen, verbraucherfreundlichen, effizienten sowie umweltverträglichen und leistungsgebundenen Versorgung der Allgemeinheit mit Erdgas. Es gewährleistet hohe und vertraglich konkretisierte Sicherheitsstandards beim Betrieb des Gasversorgungsnetzes", erklärte Remagens Stadtoberhaupt.

Die EVM sei stolz auf die Fortführung der langjährigen Partnerschaft, unterstrich Josef Rönz: "Wir freuen uns, dass wir mit unserem Angebot und unseren Leistungen überzeugen konnten. Remagen gehört zu einer der ersten Kommunen, die schon frühzeitig auf die umweltschonende Versorgung mit Erdgas setzte."

Bereits seit mehreren Jahrzehnten werden rund 16 000 Einwohner von der EVM mit Erdgas versorgt, seit dem Jahr 2000 ist das Unternehmen zudem als Betriebsführerin für die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung in Remagen zuständig. Um eine sichere Versorgung gewährleisten zu können, investiert die Tochtergesellschaft Energienetze Mittelrhein GmbH, an die offiziell die Leitungsnetze verpachtet sind, regelmäßig in Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, teilte die EVM mit. Allein in das Erdgasnetz seien inzwischen über neun Millionen Euro investiert worden. Im Kundenzentrum der EVM in Remagen helfen Angestellte des Unternehmens bei Fragen rund um das Thema Energie weiter.

Als regionales Energie- und Dienstleitungsunternehmen sei die EVM eng mit ihrer Heimat verbunden. "Aufträge vergeben wir bewusst an regionale Unternehmen, die im Umkreis angesiedelt sind, um die Wertschöpfung in der Region zu halten", sagte Rönz.

In der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bemüht man sich unterdessen weiter darum, das Gasnetz von der Energieversorgung Mittelrhein zu kaufen, um es in Eigenregie von den Ahrtal-Werken betreiben zu lassen. Erst im Dezember hatten die Ahrtal-Werke, an der die Stadt mit 51 Prozent beteiligt ist, das Stromnetz von der RWE AG gekauft.